E-book Preisaktion

20200711_181925Nachdem ich festgestellt habe, dass das e-book

„Der Vagabundenblog: Vom Leben ohne Geld“

von der Zeit damals im Jahre 2009, in der ich nahezu ohne Geld in Frankreich lebte, gerne kostenlos runtergeladen wurde, aber für 2,99 Euro keinen Anklang fand, möchte ich es

vom 5. Juli an bis zum Ende des Monats für 99 Cent anbieten.

Denn ich hatte nicht nur Unkosten, um das Buch zur Publikation vorzubereiten, sondern auch sehr viel Arbeit damit und freue mich natürlich, wenn da ein bisschen was zurückfliesst, wenn es auch nur symbolisch ist.

Wie auch das ganze Buch für mich fast schon symbolisch ist. Es steht dafür, dass man ohne Geld leben kann. Es ist ein Beweis, ein Zeugnis dafür.

Es wundert mich manchmal wie wenige Leute sich dafür interessieren. Es wundert mich, dass sogar Christen sich gar nicht dafür interessieren, wo doch im Neuen Testament so viel von der Endzeit steht. Und dass wir am Ende der Zeit nur noch mit der Zahl des Tieres (666) kaufen und verkaufen können und was mit den Menschen passiert, die die Zahl des Tieres annehmen. Und wir stehen ja jetzt kurz davor.

Der Plan der Herrschenden – und das sehen wir ja in Deutschland ganz besonders, weil wir die Maulkörbe, die wir hier haben, um einzukaufen (ich meine den sogenannten Mundschutz) bis zur Impfung beibehalten sollen –  ist, die Leute zu impfen mit einem Impfstoff, der in die DNA, also das Erbgut eines jeden Menschen eingreift.

Es ist im Grunde hochgradig verboten, was sie damit tun, denn wir haben als Menschen das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Sie greifen mit der Impfung in das Erbgut jedes Menschen ein und das unwiderbringlich, denn im Gegensatz zu früheren Impfungen, in denen die Schäden reversibel waren, sind die kommenden Impfungen schädlich für immer. Ich habe Hinweise aus verschiedenen Richtungen darüber erhalten.

Wie zu mir kam, wurde das Patent für einen Mikrochip zum kaufen und verkaufen unter der Nummer 060606 schon vor einigen Jahren beantragt. Er soll jedem Menschen wohl zusammen mit der Impfung unter die Haut gejagt werden und ihn identifizieren. Mit ihm könnte man dann nur noch kaufen und verkaufen, so der Plan. Unter ID2020 könnt Ihr selbst recherchieren, was da geplant ist, nämlich die komplette Versklavung der Menschheit.

Ich habe das Buch „Der Vagabundenblog: Vom Leben ohne Geld“ geschrieben, um allen Menschen zu sagen: wir brauchen keinen Mikrochip von einem Bill Gates, um kaufen und verkaufen zu können, denn wir können getrost auch ohne leben.

Dinge dieser Art werden hierzulande als Verschwörungstheorie bezeichnet. Für mich ist es eine Verschwörungspraxis. Es sind einfach die Pläne einer Elite, die uns beherrscht. Und die uns gar nicht wohlgesonnen ist. Deshalb ist mein Aufruf, sich die wichtigste aller Fragen zu stellen, die für mich lautet: Was ist die Wahrheit?

Was ist die Wahrheit?  Und nicht: was ist Verschwörungstheorie? Denn wenn wir das, was die Wahrheit ist als Verschwörungstheorie abtun und in die entsprechende Schublade stecken, dann sind wir am Ende nicht mehr bei der Wahrheit, sondern bei der Lüge gelandet. Und wie sagte Jesus? „Der Teufel ist der Vater der Lüge“. Deshalb meine ernstgemeinte Bitte an alle Menschen: Fragen Sie sich/ fragt Euch stets, bei allem, was Sie hören /Ihr hört und lesen/lest „Was ist die Wahrheit?“ Denn wenn wir uns diese Frage stellen, dann kommt auch eine Antwort zu uns. Dann sehen wir klar bei dem, was gerade verwirrend erscheint.

Ein Freund aus England sagte schon vor Jahren: „Wir werden von Satanisten beherrscht“. Wenn ich mir die Frage stelle, ob das stimmt oder nicht, dann muss ich leider sagen, er hat Recht. Vieles, wenn nicht fast alles, was die Herrschenden so verzapfen, dient letztendlich dem Bösem und nicht dem Guten. Oder sehen Sie/ seht Ihr das anders?

So ist auch dieser Mindestabstand und der sogenannte Mundschutz für mich ein Zeichen von dämonischen Einflüssen. Es dient nicht der Liebe, der Freude und des Miteinanders, sondern der Trennung, der Vereinzelung und Isolation. Das haben wir gesehen auch besonders bei den Alten, die wir plötzlich nicht mehr in ihren Heimen besuchen durften. Aus Angst vor irgendeinem Virus, der vielleicht gar nicht da in dem Moment,  ist einen Mindestabstand einzuhalten für mich persönlich vollkommen absurd.

Für mich ist die ganze Sache gemacht. Der Corona-Virus ist höchst wahrscheinlich wirklich in einem geheimen Labor entwickelt wie es eines Nachts einmal durch das Internet zu mir kam, nur um das Ziel der Impfung und Verchippung der Menschen zu erreichen mit dem Ziel der vollkommenen Kontrolle in Richtung der Eine-Welt-Regierung mit ihrer Neuenweltordnung. Nur darum geht es. Und die meisten Menschen und das ist das Fatale an der ganzen Geschichte, machen mit.

Ich schreibe das alles, weil letzthin zu mir kam, ich solle mich doch mal fragen, was meine Lebensaufgabe sei. Und dabei kam heraus, die Wahrheit zu sagen und verbreiten. Ich habe schon immer versucht, durch meinen Blog einige Wahrheiten weiterzugeben, die zu mir kamen. Man durfte das bisher nur in künstlerischer Form tun. Doch ich glaube, langsam ist es an der Zeit, dies auch in anderer Form zu tun. Denn die anderen verbreiten ja auch ihre Unwahrheiten, ohne sich auch nur ein bisschen dafür zu schämen.

Es ist erstaunlich, dass alleine das Wort „die Wahrheit“ in vielen Menschen eine Aversion hervorruft. „Es gibt nicht die eine Wahrheit“, sagen die Leute. Für mich gibt es drei verschiedene Arten von Wahrheit:

  1. die subjektive Wahrheit
  2. die relative Wahrheit
  3. die absolute Wahrheit

Und für mich ist es die Aufgabe jedes einzelnen Menschen herauszufinden, was die Wahrheit ist und sich nicht blind von irgendwelchen Menschen leiten zu lassen, die vielleicht gar nicht das Beste und schon gar nicht das Wohl aller im Sinn haben.

Hier die Links:

E-book als epub bei Thalia

e-book auf Amazon

Taschenbuch auf Amazon

Mensch und Person in Zeiten von Corona

Habe gerade eine Frau besucht, die ich Anfang Februar in einer Gemeinschaft kennengelernt hatte, in der ich damals zu Besuch war. Sie erzählte mir davon, dass sie einen Strafzettel für Parken ohne Parkschein bekommen hatte.

„Ich habe mehrmals Widerspruch eingereicht und dann kam der Fall vor Gericht. Ich habe dann damit argumentiert, dass ich ein Mensch bin und der Strafzettel an eine Person ging, die ich aber gar nicht bin. Ich kenne so eine Person, die so heisst, die bin ich aber nicht. Ich bin ein Mensch“ hat sie argumentiert. Und dann wäre statt einer Zahlungsaufforderung über 60 Euro nur eine über 10 Euro gekommen, die sie jedoch auch nicht bezahlt hat. „Und jetzt kam schon zwei Monate nichts mehr. Ich habe mich auf das göttliche Recht berufen und das steht über den Gesetzen.“

Dann leitete mir heute jemand diesen Link weiter, der das Ganze erklärt. Ich möchte ihn Euch bekannt machen, denn damit kann man sich von allen Gesetzen sozusagen frei machen. Sogar noch heute. Und vor allem in der Zeit von Corona!

https://revealthetruth.net/2018/09/17/mensch-und-person-mal-anders-betrachtet/

Danke Johannes Anunad, den ich persönlich kenne für diesen Artikel, der jetzt in dieser Zeit für uns alle wieder äusserst interessant werden könnte.

Mir selbst war das so nicht bekannt. Ich kannte nur die Sache mit der Personenstandserklärung, die ich vor vielen Jahren auch mal gemacht habe bis mir das Terrain zu unsicher wurde …

Ich weiss nur, dass diese Mundschutzverordnung für mich keine Gültigkeit hat und hier habe ich den Beweis dafür bekommen. Das finde ich wunderbar und möchte ich natürlich mit Euch teilen.

 

 

E-book gratis! Jetzt im ganzen Monat Mai!

Huchuu! Ich habe es geschafft, mein e-book „Der Vagabundenblog: Vom Leben ohne Geld“ auf kostenlos zu stellen und freue mich sehr darüber, es Euch, also all meinen interessierten Leser*innen hiermit für den ganzen Mai kostenfrei anbieten zu können.

Es gibt viele Grunde warum mich das besonders freut:

  • weil es dem Spirit, also dem Geist des geldlosen Lebens entspricht. Weil ich ja auch nicht nur ein Jahr alles umsonst hatte, sondern eigentlich viele Jahre fast alles umsonst zu mir kam, denn ich lebte viele Jahre mit 150,- Euro durchschnittlich pro Monat. Und das Gefühl möchte ich natürlich weitergeben. Wie ist das Gefühl, wenn ich etwas umsonst bekomme? Gratis, als Geschenk. Wie geht es mir damit? Was löst es in mir aus?
  • weil ich ein ganze zeitlang lang Sachen, die ich gefunden habe ohne etwas dafür zu bezahlen auf Flohmärkten angeboten habe und die Leute haben mir dafür gegeben, was sie wollten. Die meisten gaben mir einen Euro pro Kleidungsstück, andere mehr und manche stopften sich eine Tüte voll und gingen damit weg. Das war dann erstmal ein komisches Gefühl und ich musste lernen damit umzugehen.
  • Und ich halte es hier mit diesem e-book genauso wie damals: wer etwas dafür geben möchte aus freiem Herzen, einem Menschen geben möchte, der jahrelang nichts hatte ausser einem Rucksack vorne und einem Rucksack hinten und der durch die Lande gezogen ist und einen Blog gemacht hat und daraus dieses Buch, der überlege sich einfach: was möchte ich so einem Menschen geben? Möchte ich diesem Menschen etwas geben oder möchte ich es als Geschenk annehmen? Und sagen: „Ja, danke, ich möchte jetzt die Erfahrung machen wie es ist, dieses e-book als Geschenk anzunehmen und zu schauen, was macht das mit mir?“ Jede Person darf dies selbst entscheiden.
  • Denn genau das ist es, was das geldlose Leben ausmacht. Alles geschenkt zu bekommen. Das ist, was aus dem geldlosen Leben macht, als wäre jeden Tag Weihnachten. Und wenn man dieses Gefühl mal gehabt hat, dann möchte man es fast nicht mehr missen und es auch gerne weitergeben. Ich möchte es Euch auch gönnen. Dafür ist dieses Buch da. Wir sind hier auf der Ebene des Freien Gebens und Nehmens. Jede(r) gibt und nimmt wie er oder sie will und was sich für ihn oder sie richtig anfühlt.
  • Ich beginne mit dem kostenlosen e-book zum Tag der Arbeit. Arbeit heisst für mich etwas tun und Geld als Gegenleistung dafür zu bekommen. Lohnarbeit. Es ist nicht, dass ich nichts getan hätte, nur habe ich nichts getan wo ich Geld als Gegenleistung erhalten hätte. Sachen, für die es kein Geld gibt und die aber für mich viel erfüllender waren als Arbeit. Ich habe einfach Menschen geholfen.
  • Vielleicht kann jetzt in Zeiten von Corona so mancher diese wundervolle Erfahrung machen, dass die wahren Werte jenseits von Geld sind. Denn ich nehme seit Beginn von Corona eine wesentlich grössere Freundlichkeit und Menschlichkeit unter den Menschen wahr. Die Leute haben mehr Zeit, um sich miteinander zu unterhalten, sind weniger im Stress, sind entspannter, gelassener. Zumindest diejenigen Menschen, mit denen ich in Berührung komme seit Corona.
  • Warum im Mai? Weil es der Wonnemonat ist und ich in diesem Monat meinen 55. Geburtstag habe. Ich sehe es als Geschenk an mich selbst und alle anderen. Ein Geschenk an die Welt. Weil das Buch für die heutige Zeit geschrieben wurde und ich es gerne so vielen Menschen wie möglich hier und jetzt an die Hand geben möchte. Weil auch andere anfangen, Dinge wegen Corona kostenfrei anzubieten, was ich eine sehr schöne Geste finde …

Wo gibt es nun das e-book über das geldfreie Leben gratis ?

Zum einen bei allen Shops, die zur Tolino Allianz gehören, das sind Thalia, Hugendubel und zum Beispel der Ecobookstore als epub-Datei.

Spenden könnt Ihr, wenn Ihr dies wollt per paypal unter paypal.me/anderewelt

Als Taschenbuch ist „Der Vagabundenblog: Vom Leben ohne Geld“ nach wie vor bei Amazon in Deutschland für 9,99 Euro erhältlich.

Ab Juni kann das e-book wieder für 2,99 Euro sowohl bei Amazon als auch bei den Online-Buchhandlungen der Tolino Allianz (Hugendubl, Thalia, Ecobookstore etc. s. oben) erstanden werden. Wer es gerne (aus welchen Gründen auch immer) kostenfrei hätte, wende sich bitte an mich.

Königinnengespräch

Meine lieben Leser*innen,

stellt euch vor, ich habe am Mittwoch, den 22. April mein erstes Video-Interview gegeben! Und noch dazu ein Königinnengespräch wie Andrea Breitenmoser es nannte, die es mit mir geführt hat.

Wir kennen uns aus einem Online-Kurs, den wir zusammen gemacht haben und jetzt treffen wir uns noch regelmässig wer will alle zwei Wochen mit den noch am Austausch interessierten Wegbegleiter*innen. Und als ich vor Kurzen mal alleine mit ihr im Zoom-Call war und sie fragte wie ich mein Buch „Der Vagabundenblog: vom Leben ohne Geld“ bekannter machen könnte, lud sie mich zu diesem Königinnengespräch ein. Es ist finde ich auch ganz schön geworden. Und wie gefällt es euch?

Es sind jedenfalls fast 35 Minuten rund um mein Lieblingsthema „Leben ohne Geld“!

 

 

Warum ich so gelebt habe

Heute kam mir wieder eines ins Bewusstsein, das mich sicherlich unterbewusst sehr stark beeinflusst hat so zu leben. Und zwar habe ich mir als Kind oft ein Buch mit dem Titel „Kinder der Welt“ angesehen, das bei meinen Eltern im Buchregal stand. Mein Eltern hatten nur sehr wenige Bücher. Sie lasen eigentlich überhaupt nicht. Ich hingegen sehr viel.
Dieses eine Buch hatte es mir angetan. Und ganz besonders angetan haben es mir die Strassenkinder aus Südamerika. Sie hatten für mich etwas Wildes und unglaublich Anziehendes.

Als ich einmal in Nepal war, da hatte ich einen ganz besonderen Kontakt zu einem solchen Strassenkind. In den Strassen von Kathmandu. Es war wie Liebe auf den ersten Blick. Er war noch ganz klein, aber sprach schon recht gut Englisch. Ich traf ihn oft auf der Strasse. Einmal wollte ich ihn einladen, in meinem Zimmer zu übernachten, aber mein Guesthouse, das Kathmandu Guesthouse liess das nicht zu. Stattdessen ging ich mit ihm in einen Laden und kaufte ihm an Fressalien alles, was er wollte. Auch Sachen, die ich selber nie essen würde. Einfach um ihm eine Freude zu machen.

Dann lebte ich sechs Jahre lang in Brasilien. Da machte ich weniger gute Erfahrungen mit Strassenkindern. Ich wurde mehrfach von ihnen bedroht. Immer an der roten Ampel. Einmal hatte ich vergessen das Fenster hoch zu machen. Ich kam von der Arbeit und dort machte man das Fenster runter, um mittels einem Schlüssel das Tor aufzumachen. Ich dachte noch auf der Fahrt, ach, was weht der Wind so schön durchs Fenster. Bei der Hitze war das sehr angenehm.

Und dann kam ich an einer der Hauptampeln der Stadt an einer ganz berühmten Ecke an der roten Ampel zu stehen. Zwei Stassenjungs kamen zu mir und einer rammte mir einen spitzen Gegenstand in die Seite. Ich wusste nicht, was es war, ob ein Messer oder etwas anderes. Ich hatte Angst. Er wollte Geld von mir, aber ich wollte ihm einfach nichts geben. Ich fand die Art und Weise wie er zu Geld kommen wollte nicht okay und verweigerte mich deshalb vollends. Ausserdem hätte er mir mein gesamtes Portemonnaie mit Karten darin wegnehmen können.
Zum Glück wurde es dann grün, aber ich zitterte wie Espenlaub, ja mehr noch, meine Beine waren ein einziges riesiges Zittern. Ich glaube, wir gingen danach noch ins Kino in der Nähe und ein Freund schaute, ob er den Jungen fand. Ich kann mich an die Details nicht mehr erinnern. Ich weiss nur, dass mir ab da die Angst im Nacken sass jedes Mal, wenn ich an diese Ampel kam.

Das zweite Mal, dass ich auf diese Weise überfallen wurde war an einem Sonntagmittag im Stadtzentrum. Das Zentrum war heruntergekommen und es war klar, dass es gefährlich war, aber doch nicht Sonntagmittag. Diesmal war es eine Glasscherbe, die mir der Junge durch den Spalt schob, den mein Fenster geöffnet war. Diesmal stand ich ganz vorne an der Ampel und auch hier wurde es grün und ich fuhr an ohne ihm etwas gegeben zu haben.

Danach sass mir die Angst noch mehr im Nacken. Ein weiteres Mal war es an der Ampel direkt neben meiner Arbeitsstelle wo ein Jugendlicher mich ansprach und auf meine Musikanlage zeigte. Ich tat so, als verstünde ich nichts.

Schliesslich gab es ein viertes Mal, aber es war diesmal ein Erwachsener und ich war auch nicht alleine im Auto, sondern zusammen mit einer Freundin. Es war schon gegen zehn Uhr abends in einer Seitenstrasse. Man hält abends normal nicht an in Sao Paulo. Man fährt langsam an die Kreuzung ran, wenn rot ist und wenn niemand kommt, dann fährt man durch. Es ist einfach zu gefährlich, anzuhalten.
Doch diesmal hatte jemand vor uns angehalten und es kam ein Mann mit einem riesigen Wackerstein neben mein Fenster und bedrohte uns. Diesmal war das Fenster ganz geschlossen und ich öffnete es auch nicht. Aber die Angst packte mich und ich war froh, dass wir auch hier unserem Angreifer dadurch, dass derjenige vor uns losfuhr entkamen. Er sah auch aus wie ein Mensch ohne Zuhause.

Es leben viele in Slums in südamerikanischen Städten und ich musste damals lernen, sie zu übersehen. Es wäre einfach zu schmerzhaft gewesen, ihnen mit Mitgefühl zu begegnen. Das sagte man mir schon am ersten Tag meines Daseins. Ich weiss nicht wie die buddhistischen Mönche das machen und auch nicht wie das Mutter Teresa in Kalkutta gemacht hat. Ich jedenfalls habe irgendwann zugemacht, aber trotzdem war da tief in mir eine Sehnsucht so zu leben wie die Strassenkinder leben. Und plötzlich war ich selber eins 😉

„Der Vagabundenblog: Vom Leben ohne Geld“ als E-book

Hallo liebe Leser*innen,

welche Freude ist es für mich, Euch heute mitteilen zu dürfen, dass mein Buch, das ich genau für diese Zeit geschrieben habe

Der Vagabundenblog: Vom Leben ohne Geld

jetzt nicht nur als Taschenbuch bei Amazon sondern auch als e-book erhältlich ist. Derzeit in grösseren Online-Bookstores, denn ich habe es auch bei Tolino Media veröffentlicht und damit ist es auch bei Thalia, Hugendubel und anderen Shops zu haben.

Hier nochmal der Klappentext:

Auf einmal verwirklichte sich Michelles grosser, lange gehegter Traum: ein Jahr lang ohne Geld zu leben – in Frankreich. Von ihrem abenteuerlichen und geradezu phantastischen Leben und ihren Begegnungen mit Menschen erzählt sie auf ihrem Vagabundenblog. Sie hat daraus ein Buch gemacht, um ihren Leser*innen die Möglichkeit geben, es überall zu lesen. Aber bitte nur häppchenweise, denn es ist prall gefülltes Leben! Für Michelle war das Jahr (fast) ohne Geld das glücklichste Jahr ihres Lebens. Das Buch ist nach dem Motto „nicht perfekt, aber lebendig“ entstanden und freut sich, wenn es auch unter diesem Motto gelesen wird.

Ich habe es sogar beim Ecobookstore, dem grünen Online-Buchhandel gefunden, bei dem es übrigens 40.000 gratis e-books gibt und Gelder an den Verein Rettet den Regenwald e. V. gespendet werden. Lieferungen von Büchern und Hörbüchern sind in Deutschland bei Ecobookstore versandkostenfrei und es ist somit eine Alternative für alle, die nicht bei Amazon kaufen möchten.

Gerne möchte ich auch etwas zur Botschaft meines Buches gerade in der heutigen Zeit von Corona sagen:

Meine Botschaft während der Zeit, in der ich so lebte war immer:

sei zufrieden mit dem, was Du hast„.

Und was ist die Botschaft des Buches an sich?

Man kann auch ohne Geld leben und (sogar sehr) glücklich sein

Leben ohne Geld ist wie jeden Tag Weihnachten

indirekt besagt dies auch „dass Konsum glücklich macht, ist eine Lüge“

Ich räume also auf mit dem Mythos des Glücklichseins durch Konsum und erzähle durch meine Geschichten, dass genau das Gegenteil der Fall ist.

Und vor allem jetzt in der aktuellen Zeit, in der es durchaus sein kann, dass uns ein Mikrochip durch eine (Zwangs)Impfung gegen Corona implementiert werden könnte, mit dem wir nur noch kaufen und verkaufen können so wie es in der Offenbarung des Johannes geschrieben steht:

„Und das zweite Tier verlangte, dass jeder – ob gross oder klein, reich oder arm, Freier oder Sklave – sich ein Zeichen auf die rechte Hand oder auf die Stirn prägen liess. Ohne dieses Zeichen, das entweder der Name des Tieres oder das Zahlensymbol seines Namens war, konnte niemand irgendetwas kaufen oder verkaufen. Man benötigt Weisheit, um das zu verstehen. Wer Verstand hat, der errechne die Zahl des Tieres.! Denn es ist die Zahl eines Menschen. Sie lautet sechshundertsechsundsechzig. (Street*bible, Offenbarung 13, 16 – 18)

Denn genau für diese Zeit jetzt wurde das Buch geschrieben: um allen Menschen sagen zu können „wir brauchen uns keine Zahl des Tieres implementieren zu lassen, denn wir können auch leben, ohne kaufen und verkaufen zu können.“

Nicht nur in der Bibel, sondern auch im Koran ist davon die Rede und auch darum geht es in meinem Buch, weshalb es das Buch für die heutige Zeit ist! Oder etwa nicht?

Leseprobe-Weihnachtsmann als Talisman…

 

Personenverzeichnis zum Vagabundenblog

Liebe Leserinnen und Leser,

hier findet Ihr das Personenverzeichnis-Vagabundenblog zum Buch „Der Vagabundenblog: Vom Leben ohne Geld“ als Word-Datei zum Download oder zum Ausdrucken, um Euch das Lesen des Buches wegen der vielen darin vorkommenden Personen zu erleichtern.

 

Buch vom Vagabundenblog

Der-Vagabundenblog_TitelseiteMein Buch „Der Vagabundenblog: Vom Leben ohne Geld“ ist ab sofort online bei amazon bestellbar! Ich kann es noch nicht glauben, aber angesichts der Tatsache, dass man jetzt nicht mehr alles einfach so in einem Laden kaufen kann, habe ich gedacht, jetzt ist einfach der Moment, dieses Buch zu veröffentlichen.

Um zu zeigen, dass man auch ein ganzes Jahr leben kann (fast) ohne irgendetwas zu kaufen. Und dass man damit sehr glücklich sein kann. Es war einfach der Moment zum Veröffentlichen, auch wenn das Buch alles andere als perfekt ist. Es ist einfach wie es ist, das Zeugnis meines Lebens ohne Geld im Jahre 2009 in Frankreich.

Meine Testleser waren nicht so recht zufrieden damit, hätten es sich anders gewünscht, zum Beispiel jemanden, der sie an der Hand nimmt, die Personen einführt und ich weiss nicht, was noch alles. Ich kann all diesen Wünschen schlicht- und einfach nicht gerecht werden. Nehmt es liebe Leser*innen bitte einfach  wie es ist! Ich habe es unter dem Motto „nicht perfekt, aber lebendig!“ geschrieben und veröffentlicht. Ein Buch, das sozusagen auf der Strasse entstanden ist kann natürlich nicht genau so sein wie eines, bei dem Autor immer im Warmen auf seinem Stuhl gesessen hat…

Ich freue mich jedenfalls riesig, dass ich geschafft habe, diesen Schritt zu gehen und natürlich über Euer hoffentlich – trotz aller Schwächen – wohlwollendes Feedback! Auf jeden Fall habe ich nachträglich noch ein Personenverzeichnis erstellt, das noch nicht eingebaut ist, aber das jede Person, die das Buch kauft, gerne downloaden kann (siehe nächster Blogbeitrag).

Auf jeden Fall ist es das Buch für die heutige Zeit!

Gib eine Beschriftung ein

 

Corona plus

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Das erste, was nach dem Bekanntwerden des Corona-Virus zu mir kam (ohne öffentliche Nachrichten zu hören oder zu lesen) war am 22.2.20 eine WhatsApp-Nachricht aus Frankreich. Ein Jordan Sather teilte auf twitter mit, dass die Weltgesundheitsorganisation und die Gates Stiftung unter den Finanzierern des Instituts Pirbright sind, die im Jahre 2015 das Patent für den Coronavirus eingereicht und 2018 erhalten haben.

Jemand anderes berichtete mir, dass der Virus auf einem Markt in China das erste Mal aufgetaucht ist, auf dem Wildtiere verkauft wurden. Was haben denn Wildtiere bitte schön auf einem Markt zu suchen? Wildtiere gehören doch in die Wildnis und nicht auf einen Markt. Kein Wunder, dass dann so Sachen passieren, wenn sich die Menschen herausnehmen, Dinge zu tun, die ihnen im Grunde eigentlich gar nicht zustehen. (Anm. d. Verf.)

Dann war eine Freundin bei mir zu Gast. Wir sprachen über das Desinfizieren, das jetzt überall propagiert wird. Sogar als ich in einer Armenküche essen war, hing gleich so ein Desinfiziergerät an der Wand am Eingang und ohne die Hände sofort zu desinfizieren,kam man gar nicht in den Essenssaal rein. „Desinfizieren Sie erst die Hände“ hiess es gleich, ob ich wollte oder nicht.

Sie erzählte mir folgendes: „Wenn man eine Fläche desinfiziert, dann ist sie erst einmal frei von Viren und Bakterien. Aber man hat herausgefunden, dass sich die negativen Bakterien viel schneller auf der leeren Fläche ansiedeln wie die positiven. Und so hat man am Ende nach dem Desinfizieren mehr negative Viren und Bakterien wie vorher.“

„Ausserdem sagten wir als Kind immer ‚Dreck reinigt den Magen’ und da ist was dran. Denn wenn wir mit geringen Mengen von Bakterien in Berührung kommen, dann entwickelt sich das Immunsystem entsprechend und bildet Antikörper. Deshalb ist eine gewisse Menge an Bakterien und Viren gesund. Fehlt dieser Kontakt dadurch, dass wir durch Desinfektionsmittel zu stark davon abgeschirmt sind, dann stecken wir uns, wenn wir dann plötzlich massiv in Kontakt damit kommen leichter an.“

„Gestern war auf facebook ein Bild von einem Asterixheft aus dem Jahre 1981. Da war auch schon die Rede von einem Coronvirus. So hiess nämlich der römische Wagenlenker bei Asterix und er trug sogar eine Maske. Schau mal.“

„Ich habe mich auch gefragt, warum die Leute von einem neuen Coronavirus sprechen. Und habe herausgefunden, dass der jetzige Virus nur einen halben DNA-Strang hat, also keine Doppelhelix. Und dann setzen sich an diesen halben Strang andere Gene von Viren wie zum Beispiel von SARS daran. Und gerade dort an dem Ort war 5G sehr stark, als der Virus ausgebrochen ist.“

An anderer Stelle hiess es, die Vögel fallen wegen 5G vom Himmel. „Ja, und sie behaupten immer noch, die Auswirkungen seien nicht erforscht.“

„Übrigens ist der Energieverbrauch von Handys für den CO2-Verbauch auch extrem mitverantwortlich. Das ist den meisten Leuten gar nicht bewusst.

Seit fünf Jahren werden von den USA alle möglichen militärischen Manövergeräte hierhergebracht, um im Mai diesen Jahres in Europa eine Militärdiktatur einzuführen.“

Ein paar Tage später erhielt ich die Bestätigung auf französisch, dass genau an dem Tag, in dem das Virus ausgebrochen ist, die Strahlung von 5G extrem hoch war. Es war gemessen worden und eine eindeutige Kurve zu sehen.

Dann telefonierte ich mit einer Freundin, die in einer katholischen Pfarrei arbeitet.

„Mit Corona hat der Teufel wieder voll zugeschlagen.“

„Ja, und fast alle arbeiten für ihn.“

Am Sonntag war ein Aufruf für eine bessere Welt zu meditieren und ein anderer dafür zu trommeln, weil die Prophezeihung der Maya besagt, dass sich wenn 8000 Menschen zusammen trommeln die Welt ändern wird. Ich beteiligte mich mit einer Freundin daran.

In der Stadt waren plötzlich weniger Menschen zu sehen. Aber die Menschen, mit denen ich zu tun hatte waren sehr freundlich.

Ich telefonierte mit Raphael in Frankreich und er erzählte mir, dass dort schon die Bars und Restaurants geschlossen haben. „Zwei Engländer, die aus Ägypten zurückkamen haben den Virus zu uns ins Dorf gebracht. Jetzt haben wir schon 19 Fälle. Und die Sterblichkeitsrate durch den Virus ist bei uns viel höher als in Deutschland. Den Leuten hier ist das egal, was mit dem Virus ist. Sie glauben nicht daran. Ich hingegen bin da extrem vorsichtig. Nehme Mundschutz. Ich habe zwei im Krankenhaus gefunden wo ich war, um mich vielleicht die Tage am Fuss operieren zu lassen. Sonst gibt es keinen Mundschutz am Ort. Stell Dir das mal vor: es gibt keinen Mundschutz!“

Irgendjemand erzählte mir dann, dass diese für teures Geld unter der Hand verkauft werden.

Bei mir selbst war es so, dass ich überlegt hatte, nach Frankreich zu fahren, weil meine liebste Vermieterin, die ich je hatte im Alter von 94 Jahren verstorben war. Im Nachruf schrieb eine Frau, sie hätte 80 Jahre lang Yoga gemacht. Die Zeit im November letzten Jahres, die ich bei ihr wohnte war neben dem Jahr ohne Geld die glücklichste meines Lebens.

Und zwar deshalb, weil ich bei ihr einfach sein durfte wie ich bin. Sie hat noch nicht einmal gemeckert, weil ich so spät aufgestanden bin. Sie hat mich einfach angenommen wie ich bin.

Manchmal gingen wir zusammen spazieren und sie war jedes Mal dankbar. Sie bedankte sich für alles, was ich für sie tat und das war eine Wohltat. So machte es einfach unglaublich viel Spass, etwas für sie und das Haus zu tun. Und sie hatte noch so viele Pläne. Ursprünglich wollte sie nach Marokko fliegen im Winter und dann noch ein Buch über Yoga für die Augen schreiben. Das war ihr Projekt.

Ich habe dann erfahren, dass die Schlüssel für das Haus vor Kurzem ausgetauscht worden waren. Ich hatte nämlich Schlüssel mitgenommen nach Deutschland, damit ich rein kann, falls sie nicht da ist. Sie hatte diese Flausen Im Kopf gehabt im Winter das Haus zuzumachen, weil die Heizkosten so hoch sind. Sie heizte mit Strom.

So war sie nach England geflogen zu ihren Kindern und dann war sie ganz plötzlich verstorben.

An Weihnachten hatte sie entweder einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt gehabt und war in Frankreich ins Krankenhaus gekommen. Das Personal war gerade am Streiken weiss ich aus Erzählungen.

Dann kam sie raus und flog kurze Zeit später das zweite Mal innerhalb kürzester Zeit nach England. Ich habe noch zwei Tage vor ihrem Tod mit ihr telefoniert. Da hörte sie sich noch ganz gut an.

Eine weitere Mitbewohnerin in dem wundervollen Haus wurde im Januar von der Familie aus dem Haus regelrecht rausgeschmissen, nachdem allerdings schon vor längerer Zeit angekündigt war, dass das haus im Winter für zwei Monate geschlossen werden soll.

Sie hat aber eine schöne Wohnung im selben Ort gefunden und ist glücklich damit.

Sie erzählte mir aber, das Haus stünde schon zum Verkauf. Ich fragte unsere Yogameisterin, ob ihre Familie gut mit ihr umgehen würde, aber sie beantwortete mir die Frage nicht und legte dann ganz schnell auf. Das passierte zwei Mal so.

Mein Gefühl bei der Sache ist, dass ihre Familie schon die Kontrolle über ihr Haus übernahm und dass sie gestorben ist, weil ihr Herz das nicht verkraftet hat. Denn im November war mit ihr noch alles in Ordnung.

Ich schreibe deshalb so ausführlich darüber, weil ich einen ganz grossen Fehler bemerke, den auch ich gemacht habe: den Fehler, zu denken, dass das Wohnen zu teuer ist. Mich hat dieser eine Gedanke neun Jahre ohne Wohnung beschert. Dieser eine Gedanke, es ist zu teuer, ich brauche sie nicht.

Deshalb möchte ich an dieser Stelle auch ausdrücklich sagen, dass ich niemandem empfehle, seine Wohnung aufzugeben. Ich habe nie jemandem gesagt, mache es mir nach. Ich kann nur sagen, wenn es passiert, dass wir wohnungslos werden, dann ist da eine Macht im Universum, die uns immer wieder rettet, die uns immer wieder hilft. Manche nennen diese Macht Gott. Andere nennen sie anders.

Gestern Abend schaute ich nochmal in meinem Spam-Ordner nach, ob da etwas von Interesse drin ein könnte und entdeckte eine Mail auf englisch von einem bekannten Amerikaner, der früher in Deutschland lebte und jetzt in Frankreich. Und da fand ich eine Auflösung für das Rätsel, warum jetzt der Corona-Virus in die Welt gekommen ist und so schnell so drastische Massnahmen nach sich zieht, die ja durch nichts wirklich zu rechtfertigen sind. Eine Krankheit ist eine Krankheit, da braucht man keinen solchen Hype drum zu machen. Es geht um etwas anderes. Und zwar um etwas, was ursprünglich der Grund für diesen Blog war.

Ich habe schon seit geraumer Zeit aufgehört, mich mit Theorien zu beschäftigen, die sich mit den üblen Machenschaften der herrschenden hinter den Kulissen auseinandersetzen. Ich habe gemerkt, dass mir gar nicht guttut. Ich beschäftige mich lieber mit positiven Dingen. Aber ich sehe, dass die Pläne ja doch umgesetzt werden, auch wenn ich mich nicht mehr damit beschäftige.

Es ging in der mail darum, dass der Plan ist, die Menschen zu impfen und dabei einen Mikrochip mit einzupflanzen ohne dass die Leute es wissen. Deshalb dieser ganze Hype. So wie es in der Apokalypse beschrieben steht. In meinem Buch „Der Vagabundenblog: Vom Leben ohne Geld“ (früher waren Titel und Untertitel umgekehrt – siehe „e-book vom vagabundenblog“ in der Blogroll und bald wenn alles klappt bei Amazon – ich gebe es bekannt) habe ich übrigens auch davon geschrieben und mich deshalb dazu entschlossen, es trotz aller Kritik so wie es ist zu veröffentlichen.

Es ist ja genau für diese Zeit geschrieben. Es ist wie es ist, nicht optimal und nicht leicht zu lesen. Aber es geht hier um die Botschaft: wir können auch ohne Geld leben und sehr glücklich sein! Ja eigentlich wesentlich glücklicher, als wir je mit Geld sein können, weil alles als Geschenk zu uns kommt.

Ich freue mich direkt für die Menschen, dass sie jetzt, wenn die Läden schliessen merken können, dass es viel schöner ist, vom Konsumzwang befreit zu sein. Dass man so viele Dinge tun kann ohne etwas zu konsumieren. Plötzlich sind die Leute viel freundlicher scheint es mir. Die Dinge werden menschlicher. Und das ist doch worauf es ankommt.

Jetzt geht es nur noch darum, zu erkennen, dass wir aus dieser ganzen Matrix aussteigen können, um etwas ganz anderes zu kreieren. Um dieses „andere“ zu beschreiben unterhalte ich die anotherworld.site und kann meine Leser*innen nur einladen, darin zu stöbern und einzutauchen. Ich habe auch einen Artikel „Liebe in den Zeiten von Corona“ gepostet, um allen Menschen von meiner Erfahrung ohne Krankenkasse zu leben zu erzählen. Nämlich dass das Wichtigste ist, um sich zu schützen, keine Angst zu haben und im Vertrauen zu sein.

Und nachdem ich diesen Artikel gepostet habe, stellt Euch vor ist eine Person zu Besuch gekommen, die etwa 250 Kilometer entfernt wohnt und die ich vor über fünfzehn Jahren kennengelernt und danach auch nicht mehr gesehen habe. Über facebook sind wir uns wieder begegnet und dann in Zeiten des Corona sogar real! Genau das Gegenteil von dem, was gerade offiziell empfohlen wird und genau das war das Beste überhaupt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Entzückt über das Leben

Träume werden wahr

Ich möchte unbedingt mal wieder schreiben, denn was gerade passiert ist für mich unglaublich. Die letzten vier Wochen haben sich drei meiner Träume verwirklicht. Nein, sogar vier.

Der älteste Traum hat sich gestern verwirklicht. Es war, beim Karneval in einer Samba-Gruppe mitzuspielen. Dieser Wunsch ist mehr als zwanzig Jahre alt. Er entstand, als ich in Brasilien lebte und das war in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Also ungefähr Mitte der neunziger Jahre entstand dieser Traum.

Ich war damals mal für drei Monate in einen Percussionkurs gegangen irgendwo ziemlich weit ausserhalb in der Metropole Sao Paulo, die damals mit ihrem Einzugsgebiet der sogenannten ABC-Städte im Umkreis 16 Millionen Menschen umfasste. Ich weiss auch nicht mehr wie ich dahin gekommen bin. Ich weiss nur noch, dass wir lernten, alle Percussioninstrumente einmal zu spielen und ich weiss auch, dass dort eine Frau war, die Michelle hiess.

Von dieser Frau, die ich irgendwie sehr mochte und die etwas jünger war wie ich, habe ich den Namen für die Protagonistin dieses Blogs übernommen. Ich fand den Namen so schön.

Da möchte ich Euch in diesem Zusammenhang noch ein Highlight erzählen, denn damals hatte ich ein grosses Buchillustrationsprojekt am Laufen und mir fehlten noch 5000 Dollar, um die aus Deutschland nach Brasilien eingeladen Gäste und die Ausstellung an Originalillustrationen in Laserkopie zu bezahlen. Wir hatten damals bei verschiedenen Firmen nach Sponsoring gefragt, aber keine wollte uns bezuschussen. Das war so, dass die Firmen Gelder für grosse Projekte hatten, aber diese schon im voraus für das nächste Jahr einplanten. Und die Töpfe für die Projektgelder im laufenden Jahr waren nicht so gross und da wir sozusagen zu spät dran waren mit unserer gewünschten Bezuschussung bekamen wir überall nur Absagen.

Ich hätte das Geld aus meiner eigenen Tasche zahlen müssen, denn mein werter Arbeitgeber war nicht bereit, das zu zahlen. Er zahlte für einiges, aber nicht für alles, was wir uns im Team (wir arbeiteten damals mit der zentralen Kinder- und Jugendbibliothek der Stadt) ausgedacht hatten.

Ja, und dann hatte mich diese Michelle, die mit mir in der Percussiongruppe war zum Wochenende in ihr Strandhaus eingeladen und da war auch ihr Vater. Ihr Vater arbeitete im Vorstand einer der grössten Firmen der deutschen Automobilindustrie, die sich in Sao Paulo angesiedelt hatten. Ihm schob ich mein Projekt an diesem Wochenende am Strand unter.

Und Ihr werdet es nicht glauben, aber danach hatte ich die 5000 Dollar! Ich war natürlich überglücklich, denn sonst hätte ich sehr viel Lehrgeld dafür bezahlen müssen. Und das war wirklich ganz zum Schluss und kurz vor dem Stattfinden der Runden Tische zum Thema Bilderbuchillustration, zu denen wir eingeladen hatten.

Ja, also damals hatte ich den Traum mal an Karneval in einer Sambagruppe zu spielen. Aber ich war noch weit weg davon und dann lernte ich einen neuen Freund kennen und hörte sogar damit auf weiter Percussionunterricht zu nehmen.

Und dann war ich hier in der Stadt, in der ich mich vor zwei Jahren angesiedelt hatte und ging auf ein internationales Sommerfest, das eigentlich primär für Studenten gedacht war – im hiesigen Botanischen Garten. Und da fiel mir gleich ein Mann mit einem T-Shirt in den Farben der brasilianischen Flagge auf und später eine Gruppe von Menschen, die bedeutend älter als der Rest der Anwesenden war. Sie sahen irgendwie bunt aus und zogen mich an.

Ich fasste dann all meinen Mut zusammen und sprach sie einfach an. Ich fragte sie, was für eine Gruppe sie sind und sie sagten mir „Wir sind eine Samba-Gruppe“. Sie erzählten mir wo sie proben und luden mich ein, dazu zu kommen. Es war noch dazu gar nicht weit von mir entfernt. Ich konnte zu Fuss hinlaufen und war glücklich, dazu eingeladen worden zu sein.

So ging ich also zu den Proben und wurde herzlich aufgenommen. Man erzählte mir schon beim dritten Mal wie das Aufnahmeprozedere in die Gruppe wäre. Man oder frau müsse in der Abschlussrunde sagen „Ich möchte in die Gruppe aufgenommen werden“ und dann ginge man raus und die anderen würden gemeinsam beraten, ob sie einen in die Gruppe aufnehmen wollten.

Ich schob das so lange wie möglich hinaus, aber irgendwann vor einem Auftritt war es soweit. Da sagten sie mir, ohne in die Gruppe aufgenommen worden zu sein dürfe ich nicht mit auftreten.

Dann kam der spannende Moment. Ich sprang kurz ins kalte Wasser und bat um Aufnahme in die Gruppe.

Es ging gut aus. Ich wartete draussen gefühlt ziemlich lange und bekam dann grünes Licht für die Aufnahme und war plötzlich nicht mehr Gast, sondern ordentliches Mitglied der Gruppe.

Wir probten einmal die Woche und ich hatte zwei Auftritte – bis gestern. Ich war ja letztes Jahr zehn Monate gar nicht an meinem Wohnort, sondern ganz woanders, darunter ein halbes Jahr in Frankreich.

Und das Phantastische war, dass ich auch danach, nach dieser langen Zeit einfach wieder kommen und mitspielen konnte. Das, so hörte ich gestern wäre auch nicht bei jeder Gruppe der Fall.

Ja und gestern wurde dann mein riesiger grosser Traum vom Spielen in einer Sambagruppe an Karneval wahr. Wir spielten von halb zwölf bis halb sieben an diversen Plätzen der Stadt und die Leute waren begeistert. So wie ich auch. Ich liebe einfach die südamerikanischen Trommelrhythmen und viele andere Leute tun das auch. Und sie tanzten, was das Zeug hielt während ich munter shakerte und die anderen trommelten.

Das war also der älteste Traum, der sich an diesem Wochenende verwirklichte.

Das Wochenende zuvor war ich im Ökodorf Sieben Linden. Dort gab es ein Seminar namens „Gemeinschaftskompass“, an dem ich gerne teilnehmen wollte . Und dankens- und lobenswerter Weise bekam ich einen supergrossen Rabatt dafür, weil ich einen Artikel über das Seminar für die anotherworld.site schreiben wollte. Auf diese Art und Weise war es dann sogar mir möglich, daran teilzunehmen und das Ökodorf zu besuchen. Mein Wunsch, dort mal hinzugehen war auch schon mehr als ein Jahrzehnt alt. Ich frage mich wie alt dieser Traum war. Mindestens fünfzehn Jahre alt. Ich kann mich noch erinnern, da hatte ich mal Kontakt mit ihnen aufgenommen und wollte bei einer Pferdewoche dabei sein, aber irgendwie kam es nicht dazu. Es war mir im Grunde immer zu teuer. Ich bin ja schon lange mit äusserst wenig Geld unterwegs. Aber Artikel geschrieben im Austausch gegen die Seminargebühren, das hatte ich schon damals. Ich nahm das jetzt kurzerhand wieder auf.

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Und so fuhr ich total spontan zum Ökodorf Sieben Linden, noch dazu mit meinem mir recht neu angeschafften Auto. Ich hatte ja viele Jahre lang ohne Auto gelebt, mindestens siebzehn Jahre. War viel getrampt und das war auch ok und schön so, aber plötzlich hatte ich mit meinen 54 Jahren keine Lust mehr, bei Wind und Wetter mit meinem Daumen am Strassenrand zu stehen und zu warten bis mich jemand mitnimmt. Es war mir auf einmal zu anstrengend. Noch dazu hatte ich ja im Sommer meine selbst geschriebenen Bücher in Frankreich von der deutschen Bekannten geholt, bei der ich sie einmal fünf Jahre zuvor eingelagert hatte. Und da stand ich nun mit meinen Büchern. Ich wollte, dass sie wieder dauerhaft bei mir sind, wollte sie wieder zu mir holen. Und ich fand keine gescheite Lösung ausser mir ein Auto zu kaufen. Und nachdem ich monatelang nach einem nicht zu teuren gescheiten Kastenwagen gesucht hatte, fand ich auch einen. Einen Citroën Berlingo. Ein Freund sagte: „Ein richtiges Vagabundenauto“. Und mit diesem fuhr ich dann kurzerhand zum Ökodorf Sieben Linden und kam eine Stunde nach Beginn des Seminars an.

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Das Ding war dann zwar, dass es Leute gab, die mich hätten mitnehmen können, aber wegen der Datenschutzgrundverordnung durften sie mir ja nicht die Telefonnummer dieser Personen geben und die mail, die an sie geschickt wurde mit meiner Anfrage mitzufahren erreichte sie zu spät. Da waren sie schon unterwegs. Also sieht man wieder wie unökologisch so eine Datenschutzverordnung ist.

So wurde also letzte Woche mein Traum wahr, das Ökodorf Sieben Linden zu besuchen. Ich kam im Dunkeln an und hatte zum Glück noch vor meiner Abfahrt die Willkommensmail gelesen, in der stand, dass wir eine Taschenlampe mitbringen sollten, da es nachts keine Strassenbeleuchtung gibt. Und die Handys wären am Parkplatz aus- oder auf Flugmodus umzustellen, da im Ökodorf keine Handys benutzt werden sollen. Es war nur schwierig hinzufinden, da ich keine gescheite Karte hatte (mein europäischer Strassenatlas war irgendwie verschwunden) und ich mit google maps und anderen Karten im Internet nicht so supergut zurechtkomme. Da verstand ich dann doch besser warum sich viele Leute ein GPS zulegen. Beim Rückweg war es übrigens dasselbe. Da verfuhr ich mich uch nochmal und hatte grosse Schwierigkeiten wieder auf den richtigen Weg zurückzufinden.

 

Aber das war auch das einzige Negative bei dem Ganzen, sonst war alles supertoll. Ich bekam sogar noch ein Abendessen, das mir zurückgestellt worden war. Und das Seminar war wirklich schön und sehr erfüllend. Ein ausführlicher Bericht ist in einem gesonderten Artikel auf der anotherworld.site unter dem Titel Gemeinschaftskompass zu finden.

Ja und das Wochenende davor war ein anderer Wunsch in Erfüllung gegangen: nämlich der, eine Gemeinschaft in der Nähe von Limburg an der Lahn zu besuchen. Von dieser Gemeinschaft hatte ich beim Ökodorf-Festival gehört, bei dem ich im Sommer 2018 war. Das war im Übrigen auch so eine lange gehegter Traum von mir gewesen, der sich aufgrund der hohen Teilnehmerkosten erst über zehn Jahre später verwirklichte. Und auch damals war es so, dass ich wegen des grossen finanziellen Einsatzes, den man hier leisten musste erst einmal Abstand nahm und dann erst nachher dazukam, als mir angeboten wurde, es billiger zu machen, wenn ich mithelfen würde, da noch Helfer gebraucht wurden.

So kam ich dann dort später noch dazu und lernte drei liebenswerte Menschen aus der Gemeinschaft „Ein neues WIR“ kennen.

Sie waren diejenigen, die mich bei dem ganzen Angebot an Gemeinschaften am meisten angesprochen hatten, denn sie hatten irgendetwas Besonderes. Und dann war es an jenem Wochenende auch so, dass ich mir überlegt hatte, dort eventuell hinzufahren, um es mit dem Besuch in einem Wohnprojekt wo ich am Sonntag hinwollte, zu verbinden. Ich hatte eine e-mail geschrieben, bekam aber keine Antwort. Was nicht an den anderen liegen muss, denn ich habe das Gefühl, manche e-mails gehen auf dem Weg verloren, was wahrscheinlich an den vielen Alias-Mail-Adressen liegt, die ich habe. Aber ich las dann von ihnen noch in einer Facebook-Gruppe und als ich genauer hinschaute wo sie sind, dachte ich schon aufgrund der Lage, dass es die gleiche Gemeinschaft sein könnte. Und der Clou an der Geschichte war: ich hatte noch ein wichtiges Telefongespräch am Samstagmorgen, das sich nach vorne hin verschoben hatte. So war ich also früher frei als geplant. Und so rief ich bei der Gemeinschaft an, um zu fragen, ob ich vorbeikommen dürfte und der Verantwortliche namens Micha sagte gleich: „Wir haben gerade ein Workcamp, sozusagen ein Kennenlernwochenende. Setz dich in Dein Auto und komm!“ Und das machte ich dann auch.

Ich packte meine sieben Sachen zusammen, setzte mich in mein (für mich wie gesagt immer noch neues) Auto und kam. Und es wurde ein sehr schönes Wochenende. Und ganz nebenbei ist dabei der diesmal noch nicht sehr lange, das heisst nur eineinhalb Jahre zurückliegende Traum, diese Gemeinschaft einmal zu besuchen in Erfüllung gegangen.

Und es war so nice, weil man einfach da sein konnte, einfach aufgenommen war und alles ganz easy und locker war. Wir ganz intensive und tiefgehende Gespräche am Abend noch hatten, bei denen wir uns wirklich irgendwo begegneten, denn das ist nicht oft so bei Gemeinschaften, dass man als Gast wirklichen Kontakt zu Gemeinschaftsmitgliedern bekommt. Das ist sehr sehr selten und gerade deshalb so kostbar.

Das Gegenteil hatte ich dann nämlich am nächsten Tag in dem besagten Wohnprojekt, wo alles gleich wieder so war, als wäre Sand im Getriebe. Wo alles irgendwie schwierig war und nicht wirklich floss. Das Plenum, zu dem ich kommen wollte, um mich vorzustellen, damit ich eventuell mal als Gast ins Gästezimmer kommen dürfte, fand zum Beispiel gar nicht statt und ich konnte von Glück reden, dass ich dann doch eines der Gästezimmer angeboten bekam, weil Sturmwarnung war. Mich hätte es sonst auf der Autobahn vielleicht weggeweht.

Auf jeden Fall war es der krasse Unterschied zwischen dem wo alles nice war und dem wo alles irgendwie zäh war und das stelle ich gerade auch in anderen Bereichen fest, dass es da diesen Unterschied gibt.

Und zu guter letzt ging letzte Woche, genauer gesagt am 20.2.2020 ein noch relativ junger, aber dafür grosser Wunschtraum in Erfüllung, nämlich der eines Logos für die anotherworld.site. Karen aus Basel, wo ich letztes Jahr Reklame machte für meine Website hatte mich kontaktiert und gefragt, ob sie graphisch etwas für mich machen könnte. Sie hat nämlich auch das Logo für Baselwandel gemacht. Wir hatten uns persönlich im letzten Jahr kennen gelernt, als ich vier Monate lang im Schwarzwald verbracht habe. Und dann hat sie mir ein Logo gemacht, bei dem wir uns in Zoom-Calls miteinander besprochen hatten und das kam dabei heraus:

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Logo andere Welt

Ich bin wirklich überglücklich und sehr dankbar. Sie hat mir das einfach so gemacht und natürlich würde ich gerne ein Crowdfunding machen, um ihr etwas dafür zu geben. Bei gofundme muss man eine Organisation sein, denn in die anderen Sparten (Notfälle, Bildung, Medizinisches) fällt es nicht rein, also bin ich weiter am Suchen. Sachdienliche Hinweise in dieser Richtung sind sehr willkommen ;).

Wer etwas für sie und ihren Einsatz für das Logo Spenden möchte, kann dies gerne auf anotherworld.site mit dem Betreff „für Karen“ tun. Auf jeden Fall einen grossen Dank an Karen. Das ist ein Meilenstein für die andere Welt!

Für die Welt, die wir uns wünschen…

Und wo ich gerade dabei bin: eigentlich gingen in Bezug auf diese Webseite auch noch mehr Wünsche in Erfüllung: die nach Hilfe und Unterstützung im Lektorat und beim Einrichten der Seite. Ich habe mich nur dafür geöffnet, auch mal ein wenig Geld dafür in die Hand zu nehmen und schon wurde alles leichter, kam in Fluss und Hilfe war da. Wie wunderbar!

„Vom Leben ohne Geld“ bald als Buch

Es ist ruhig geworden auf diesem Blog, weil ich mein Leben komplett umgestellt habe. Weg vom dauerhaften Reisen, hin zu einer eigenen Wohnung. Anhalten wollte ich schon lange, aber es hat ein paar Monate gedauert. Dann habe ich mir eine Wohnung in Deutschland an einem Ort genommen wo ich einige Leute kannte und habe Geld beantragt, auf das ich einmal Anrecht hatte und das ich verloren hatte, weil ich einfach lieber ohne leben wollte. Ich hatte alle Anrechte auf dieses Geld verloren, aber habe es netterweise wiederbekommen. Ich habe also meine neunjährige Zeit ausserhalb des Systems beendet. Ich habe gerne so gelebt und denke immer mal wieder, ich möchte keinen einzigen Tag, den ich so gelebt habe missen. Und doch war es an der Zeit, mein Leben zu ändern, einfach weil es auf seine Art und Weise auch anstrengend war und ich plötzlich einen Raum für mich brauchte und nicht mehr in vollgestellten Räumen anderer Menschen leben konnte.

Mein Leben hat mich dann für ein paar Monate dahin geführt wo ich vor meiner Odyssee durch Frankreich gelebt habe und es war wundervoll. Und dann hat es mich dahin geführt wo ich in Frankreich gelebt hatte. Ich wollte eigentlich nur meine Sachen holen, die ich vor fünf Jahren einmal bei einer Deutschen gelassen hatte. Es waren vor allem Bücher, die ich selber handschriftlich geschrieben hatte. Ausserdem war mein Wagen aufgetaucht, den ich vor Jahren verloren hatte. So ging ich diesen ganzen alten Dingen nach. Daneben machte ich einen Kurs bei den Pioneers of change mit Namen Be.come, um vom Grübeln ins Handeln zu kommen. Ich war bei meinem früheren Freund zu Gast und lebte wieder ein Stück weit wie früher. Auf einem kleinen Sessel schaute ich mir die Videos an, die vor allem zur Potentialentfaltung dienen sollten. Und das taten sie wirklich.

Ich merkte nach einem Monat auch hier, dass ich nicht mehr so wie früher leben konnte, dass ich einen Raum für mich brauchte und ich mietete mir eine kleine Wohnung. Die war zwar super, aber mir zu teuer, da ich ja noch eine Wohnung in Deutschland zu bezahlen hatte. So suchte ich etwas günstigeres und wurde auch fündig. Ich hatte zwei Zimmer zur Verfügung und aus einem machte ich ein Schreibzimmer. Das hatte ich noch nie geschafft bisher in meinem Leben. Das machte mich ziemlich glücklich. Endlich ein Zimmer zum Schreiben.

Es kam eines zum anderen. Ich dachte irgendwann einmal auf dem Weg mit dem Fahrrad in die Bücherei im Nachbardorf, dass ich einen Schriftsteller bräuchte, der mir hilft, um zu sehen, was ich mit meinen bisherigen Werken mache und als ich in die Bibliothek kam, fiel mir dort eine Visitenkarte mit „Ecrire“ drauf in die Hände, was so viel heisst wie schreiben. Es war ein Schriftsteller und Therapeut. Wir trafen uns und er half mir – und hilft mir immer noch – dabei, weitere Schritte zu unternehmen, um ein Buch zu veröffentlichen. Er empfahl mir einen Verein für Selfpublisher und einen Künstlerverein, in dem ich mehrere mehrstündige Gespräche hatte. Die dortige Zuständige war eine Deutsche, die schon viele Jahre in Frankreich lebte und sie wusste wovon ich redete, weil sie selbst schon herumgereist war.

Als ich ihr von meinen diversen geschriebenen Büchern erzählte, meinte sie gleich, das Buch „Vom Leben ohne Geld“ würde im Moment sicher die meisten Leute ansprechen. Sie würde es auf jeden Fall veröffentlichen. Das sagte sie, ohne es zu kennen. Vom Verein für Selfpublisher bekam ich zwei Kontakte zu deutschen Schriftstellern, die ebenfalls in der Region wohnen. Ich nahm zu ihnen Kontakt auf und telefonierte mit beiden eine zeitlang. Der eine las mein Buch und gab mir äusserst positive Rückmeldungen. Ich war begeistert. Dann traf ich auf dem Markt hier in dem 3000-Seelendorf einen Schriftsteller, der sein Buch auf dem Markt verkaufte. Er kam mit seinem Motorrad angefahren, in dessen Gepäcktaschen er seine Bücher verstaute. Als ich ihm sagte, dass ich auch schreibe, erzählte er mir sofort genau wie ich das machen müsste, um ein Buch zu veröffentlichen. Genau so und so.

Am Anfang wusste ich noch nicht so recht, aber ich setzte mich auf jeden Fall hin und überarbeitete mein Manuskript nochmal, wie man es mir empfohlen hatte. Ich cancelte nahezu alle anderen Termine und arbeitete Tag und Nacht daran. Eigentlich wollte ich es gerne auf die Frankfurter Buchmesse schaffen, aber der Probedruck kam zwei Tage zu spät und dann erfuhr ich, dass man auch erst mit einem fertigen Buch auf eine Buchmesse gehen sollte.

Es gab unzählige Herausforderungen. Immer mal wieder geriet alles ins Stocken und ich musste Schauen, was ich mir einfallen lasse, und wer mir helfen könnte, damit es weiterginge. Am schwierigsten war die Formatierung, also der Buchsatz. Ich wollte es schon bezahlen, da traf ich den Schriftsteller vom Markt im Bioladen, der mir erzählte, wer mir mit nicht so viel Geld helfen könnte damit. Also gut. Ich bekam Nachhilfestunden in Word und so ging es langsam weiter. Denn bisher war die Formatierung komplette Terra inkognito für mich gewesen. Bis ich wieder ins Stocken geriet. Wieder Hilferufe lossendete.

Und jemand fand, der mir das machte! War ich glücklich. Ich erzähle Euch das alles, weil ich Euch ankündigen möchte, dass das Buch von dem Jahr, in dem ich ohne Geld lebte dann bald als Taschenbuch erstmal bei Amazon erhältlich sein wird mit dem Titel „Vom Leben ohne Geld: Der Vagabundenblog“. Damit Ihr Euch jetzt schon mit mir darauf freuen könnt. Natürlich werde ich Euch, wenn es soweit ist, bescheid geben.

Seit vier Wochen hat sich mein Leben dann noch einmal komplett geändert. Ich hatte schon im Sommer eine 94-jährige englische Dame gefragt, ob sie ein Zimmer zu vermieten hat. Zuerst sagte sie „ocasionally“. Sie hat so eine Art spirituelles Zentrum. Sie zeigte mir ein Zimmer, das wunderschön war und dessen Fenster zum Fluss hinausging. Ich wollte es schon nehmen, aber das Problem war, dass sie nicht wollte, dass ich die Küche nach neun Uhr abends benutze, weil sie direkt neben der Küche schläft. Seit meiner Zeit in Brasilien habe ich mir jedoch angewöhnt, spät abends zu essen, vor allem im Sommer, da ich in der Regel die letzten zwei Stunden bis es dunkel ist spazieren gehe. Das mache ich schon viele Jahre so. Deshalb suchte ich mir etwas anderes.

Als es dann jedoch Probleme gab da wo ich war und ich mir wieder etwas neues suchen wollte, traf ich sie auf einer Bank in der Sonne sitzend. Sie fragte: „Wenn du mir hilfst, zwei Betten zu machen, dann habe ich ein Zimmer für Dich.“

„Ja klar helfe ich dir, die Betten zu machen“, erwiderte ich und ab da hatte ich ein neues Zimmer. Und das erstaunlichste und phantastischste daran war: ich fühlte sofort einen ganz grossen Frieden wie ich ihn so noch an keinem Ort erfahren habe. Und es passierte ganz oft in diesem Monat, dass wir beide genau in demselben Moment gerade miteinander reden wollten oder dass sie gerade da war, wenn ich sie brauchte oder oder. C. G. Jung nannte das ja Synchronizitäten. Die Grösste war dann letzte Woche als in einem Interview jemand sagte: „Friede heisst auf indonesisch ‚Finde deinen Platz und handle danach'“. Und genau so kommt es mir vor. Ich habe einen Platz gefunden, wo man dankbar ist, dass ich da bin und dass ich mich mit offenem Herzen einbringe wie ich es gerne tue. Und das tut einfach unglaublich gut. Sie sagte zu mir: „In diesem Haus ändern sich die Menschen – sie ändern sich jeden Tag.“

Ich sage mal, sie ändern sich, weil sie sich angenommen, wertgeschätzt und geachtet fühlen. Ist das nicht wundervoll? So kann ich nur allen Menschen wünschen, ihren Platz zu finden. Denn wie ich hier auch hörte: „Wenn wir an unserem Platz sind, dann nehmen auch die anderen ihren Platz ein.“ In diesem Sinne habe ich den Eindruck, eine jahrelange Odyssee hat ein Ende gefunden.

P. S. Mein Buch ist nun Mitte März 2020 herausgekommen und Ihr könnt es bei Amazon kaufen!

 

Auf der Suche nach dem höchsten Glück

Vor einem Jahr habe ich an einem Literaturwettbewerb zum Thema „unterwegs sein“ teilgenommen ohne irgendetwas gewonnen zu haben, aber ich möchte jetzt an dieser Stelle den Beitrag für Euch, meine lieben Leser*innen veröffentlichen. Wer mich schon lange kennt, wird vielleicht einiges wiederfinden, das er oder sie schon einmal gelesen hat, aber trotzdem wünsche ich viel Spaß beim Lesen. Ansonsten schreibe ich derzeit mehr auf anotherworld.site, wo alle Leser*innen herzlich eingeladen sind, sich umzuschauen und den dortigen Blog zu abonnieren, liken und kommentieren…

Amélie hatte ihre Leidenschaft zu ihrem Leben gemacht. Das Unterwegssein. Das Reisen. Sie hatte sich nie Zuhause gefühlt, da wo sie aufgewachsen war. Wollte immer weg. Schon immer. Und fuhr auch immer weg, wenn sie nur konnte. Bis ihr Leben sie ganz ins Ausland führte. Auf andere Kontinente und dann irgendwann wieder zurück nach Europa. Die letzten Jahre vor allem nach Frankreich. In das – für sie – gelobte Land. Das, weil sie dort leben konnte wie sie wollte und das war für sie das Wichtigste überhaupt.

„Un vrai voyageur ne sait jamais où il va“ – „Ein wahrer Reisender weiß nie wohin er reist“ – lautet ein arabisches Sprichwort. Das traf auch auf Amélie zu. Sie wusste nie wirklich wohin sie reiste; sie hatte nur eine Ahnung. Denn sie ließ sich führen auf ihrem Weg. Das heißt, meist wusste sie nur mehr oder weniger wohin sie wollte  und dann kam alles anders. Pläne machte sie deshalb schon lange nicht mehr. Denn wenn sie ausnahmsweise  mal welche machte, dann wurde sowieso alles kunterbunt durcheinandergeworfen. Deshalb hatte sie das Pläneschmieden schon lange aufgegeben. Sie lebte einfach.

Und ganz besonders, wenn sie mit ihrem Rucksack an der Straße stand, um zu trampen. Das war immer ein ganz besonderer Augenblick. Das Gefühl des höchsten Glücks. So hielten fast immer nette Menschen an, wenn sie trampte. Menschen, mit denen sie sich sofort verstand. Denen sie etwas zu sagen hatte und die ihr etwas zu sagen hatten. Die sie verstanden, auch wenn sie in einer vollkommen anderen Lebenswirklichkeit lebten. Und so war es für Amélie eine Chance, von ihrem Leben zu erzählen. Ihrem Leben fast ohne Geld. Denn seit vielen Jahren lebte sie mit so wenig Geld wie möglich. Das war ihre Besonderheit. Und sie hatte darin schon eine  gewisse Perfektion erreicht. Zum Beispiel, Menschen zu treffen, die sie bei sich einluden. So war sie eigentlich  immer eingeladen. Wenn die Menschen sie mit ihrem Rucksack herumziehen sahen, fragten sie: „Wo schläfst du heute Abend?“ Und Sie antwortete: „Ich weiß nicht.“ Und dann kam: „Du kannst bei mir schlafen.“

Dann half sie am Abend  mit und am nächsten Morgen wurde sie meistens eingeladen, länger zu bleiben. Da war sie glücklich. Es war jedes Mal wie ein Geschenk, das aus dem Nichts kam. Sie hatte wieder einen lieben Menschen gefunden, der sie eingeladen hatte. Noch dazu hatten sie einen herrlichen Austausch, der ihrer beiden Herzen zum Hüpfen brachte. Der für sie beide herzerwärmend war. Erheiternd. Eine Verbindung schaffend. Denn irgendwie waren sie alle auf dem Weg.

Und da tat es auch den anderen gut, einen Menschen wie  Amélie zu treffen, die mit leichtem Gepäck reiste. Die fast nichts brauchte zum Leben. Und mit allem glücklich war.  Deshalb liebte sie auch ihr Leben. Sie hatte nämlich entdeckt, dass man umso glücklicher ist, je weniger man besitzt. Am glücklichsten war man ganz ohne Geld. Ja, wirklich. Diese Erfahrung hatte Amélie gemacht. Sie hatte nämlich ein Jahr lang ganz ohne Geld gelebt. Und das war das glücklichste Jahr ihres Lebens. Denn sie hatte alles, was sie brauchte umsonst bekommen, noch dazu ohne danach zu frag en. Ja umgekehrt: die Menschen hatten sie gefragt, was sie denn brauchte.  Das war für sie alles so phantastisch gewesen, dass sie ihr Leben gar nicht ändern wollte.

Kleidung fand sie Zuhauf, zu Essen auch und wenn sie die Möglichkeit hatte, die Kleidung irgendwo zu lagern, bot sie diese auf dem nächsten Flohmarkt mit den Worten „alles umsonst“ an. Das brachte nämlich viel mehr, als sie zu verkaufen. Die Leute freuten sich, denn sie konnten freiwillig geben, was sie wollten. Von Herzen. Die meisten gaben für ein Kleidungsstück einen Euro. Amélie vertrat damit ein Stück Gratiskultur. Und lernte wiederum nette  Menschen  kennen, da wo sie gerade war. Bis sie immer mehr Ärger mit den Flohmarktbetreibern bekam. Weil die Leute früh aufgestanden waren, um einen guten Platz zu bekommen und stundenlang dagestanden hatten, um ihre Standgebühr wieder reinzubekommen. Sie waren neidisch auf Amélie, weil sie spät gekommen war und nichts für ihren Stand bezahlt hatte. Sie nahm ja auch nur ein paar Euro ein, wie sollte sie davon eine Standgebühr bezahlen? Selbst darauf waren die Leute neidisch. Dabei sollte es eigentlich auf jedem Flohmarkt einen Platz geben, auf dem man Sachen umsonst abgeben kann ohne eine Standgebühr zu entrichten. So fand Amélie jedenfalls. Auf manchen Märkten gab es das.

So reiste Amélie und reiste. Aber sie besuchte in der Regel immer wieder die gleichen Orte. Sie hatte ihre Routen. Bestimmte Achsen, auf denen sie sich bewegte. Und Freundinnen und  Freunde, die sie immer wieder besuchte. Mal in Städten, mal auf dem Land. Das Reisen, das Unterwegssein war für sie das höchste Glück. Sie liebte es frei zu sein, ungebunden, ungezwungen, in der Natur sein zu können, zu machen, was sie wollte, zu lieben, was ist und die Menschen, die sie traf zu nehmen wie sie sind.

In Frankreich ließ sich so gut leben. Immer wenn Amélie anderen von ihrem Leben erzählte, waren die Menschen so begeistert, dass sie gar nicht verstanden, warum sie meinte, sie  müsse ihr Leben ändern. Das meinte sie auch nicht wirklich, weil sie ja so glücklich war, dass sie sich gar kein anderes Leben vorstellen konnte. Aber manchmal  fand sie doch allzu viele „change-Botschaften“ auf der Straße. Bei einem ihrer Freunde hing „Change“ in großen Lettern auf einer Plakatwand, auf der sie beim Frühstück blickte. Doch was sollte sie nur verändern? Sie hatte absolut keine  Idee. Sie fühlte sich wie  Alice im Wunderland. Alles kam auf absolut phantastische Art und Weise zu ihr, sie war immer bei Leuten und nicht allein, es gab einen regen Austausch, was wollte sie mehr? Sie brauchte doch gar nicht mehr.

“Ich habe alles, was ich brauche und was ich nicht habe, brauche ich nicht“, war eine ihrer Devisen. Ihr fehlte nur eins: eine Gemeinschaft. Und die Möglichkeit, etwas aufzubauen. Denn so wie es war merkte sie nach geraumer Zeit, war sie immer auf dem Nullpunkt. Fing immer überall bei null an. Wenn sie wiederkam nach einem Jahr zu ihren altbekannten Freunden, war fast nichts mehr da von den Sachen, die sie das letzte Mal zurückgelassen hatte. Langsam nach so vielen Jahren des Herumziehens wurde Amélie ein wenig müde. Genauso wie sie nach einem Jahr des Lebens ohne Geld müde geworden war und ausgelaugt, denn es war doch ein anstrengendes Leben gewesen. Und: wenn sie ein Jahr Revue passieren ließ, da stellte sie fest, dass sie sich nur im Kreis gedreht hatte.

Und als sie gerade in einer Phase des Zweifels war über das, was sie machen sollte, jetzt eine Weltreise oder sich endlich mal wieder eine Basis zulegen, da traf sie eine Bekannte, die ihr von Jehuda Amichai und seinem Buch „Nicht von jetzt, nicht von hier“ erzählte.

„Darin wusste die Hauptperson Joel nicht, ob er nach Würzburg reisen sollte, wo er geboren war, – er nennt es in seinem Roman Weinburg – oder ob er in Jerusalem bleiben sollte. Er konnte sich nicht entscheiden. Und in seinem Buch geht es darum, dass er sich nicht entscheiden muss zwischen ‚entweder/oder‘, sondern dass er ‚sowohl als auch‘ das eine wie das andere machen kann.“

Amélie war ganz geplättet. ­‚Sowohl als auch‘ statt ‚entweder/oder‘ das stand für sie, nachdem sie letzthin ein Video über die „verbotenen Früchte des Garten Eden“ eines Schweizer Forschers gesehen hatte, für den biblischen Gott. Denjenigen, an den Jehuda Amichai wohl geglaubt hatte und wegen dem er in diesem Land, in dem sie gerade waren, damals verfolgt worden war.

Und so kam sie nach ganz vielen Jahren des Unterwegsseins endlich zu dem Entschluss, sich wieder ein  Basislager zuzulegen. Und zwar hier. Hier in dieser Stadt. Weil sie sich hier Zuhause fühlte. Auch weil ihr eine liebe Freundin aus Spanien immer wieder dazu geraten hatte. Sie selbst sah dafür eigentlich gar keine Notwendigkeit. Auch die Germanen waren Nomaden gewesen. Und Abraham war ein Wanderer. Wie auch sie. Denn wenn sie unterwegs war, war sie gesund. Das Reisen war ihr bestes Heilmittel. Und: der Versuch, aus jedem Tag ein sich selbst kreierendes Kunstwerk voller Abenteuer zu machen, denn

„Ein Tag ohne Abenteuer ist kein Tag“.

Mein Grundeinkommen wieder mit Partnerverlosung

Für alle, die von einem Grundeinkommen träumen, gibt es jetzt wieder die Möglichkeit, sich für das nächste Gewinnspiel anzumelden und zwar auf www.mein-grundeinkommen.de. Dort werden am 29. November 2018 die nächsten Grundeinkommen verlost. Die Sache funktioniert so, dass per Crowdfunding Geld für Bedingungslose Grundeinkommen gesammelt wird und immer wenn 12.000 € zusammen sind, werden sie an einem besonderen Tag an verschiedene Personen verlost. Man kann also auch spenden, wenn man Geld übrig hat, um damit für andere ein Grundeinkommen zu generieren. In fünf Tagen wird man im Zweier-Team ausgelost. Dazu meldet man sich selbst an und läd Freunde ein, mit denen man gemeinsam ein Grundeinkommen erhalten möchte. Also das als Einladung für alle, die einmal all das machen möchten, was ihnen auf dem Herzen ist ohne dabei an Geld für ihr Auskommen denken zu müssen. Ich selbst mache mit und habe auch zehn Freun*innen zum Mitmachen eingeladen. Mein Grundeinkommen für eine Welt mit Zukunft. Zur Anmeldung habt Ihr (nur) noch fünf Tage Zeit!

 

Leben nach dem Evangelium

Mein Leben nach Matthäus Kapitel 6 (25-34)

 

Ich habe es ja in diesem Blog nicht so oft erwähnt, aber im Grunde habe ich all die Jahre nach ein paar Worten im Matthäusevangelium gelebt. Für diejenigen, die die Worte Jesus nicht kennen:

25 „Darum sage ich euch: sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? 26 Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. 28 und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht und spinnen nicht; 29 ich sage euch aber, dass auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. 30 Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen? 31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: was werden wir essen? Oder: Was werden wir trinken? Oder: Womit werden wir uns kleiden? Denn nach all diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt. 33 Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! 34 Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den anderen Morgen; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tag genügt seine eigene Plage“.

Das hat er zu seinen Jüngern gesagt. Ich erzählte letzthin ein paar gläubigen Christen in einer Gemeinde relativ beiläufig davon, dass ich so gelebt habe nach diesen Zeilen – viele Jahre lang. Ich habe einfach für mich und mein Verständnis danach gelebt. Natürlich habe ich teilweise dafür gesorgt, dass Essen kostenlos zu mir kam. Entweder es kam vom Markt, aus dem Supermarktcontainer oder auch von irgendwelchen karitativen Stellen, wo man entweder selber etwas essen kann oder aber was mitnehmen. Aber es ist anders, als wenn ich mir überlege, was ich essen will und dann gezielt aufschreibe, was ich dazu einkaufen möchte und das dann koche, was man oder frau normalerweise so macht.  Bei mir war es dann so, dass ich geschaut habe, was zuerst gegessen werden muss bevor es schlecht wird und ich es wegwerfen müsste. Ich schaute einfach, was zu kochen anstand und kombinierte dann in der Regel drei Gemüsesorten, die zusammen passten miteinander, um sie anzudünsten. Dazu gab es meist Brot, das ich in der Regel ebenfalls kostenlos irgendwo bekommen hatte. Ich rede zwar von der Vergangenheitsform, aber im Grunde ist das heute noch so, denn auf irgendwelche Art und Weise kommt Essen zu einem gewissen Teil immer noch zu mir ohne dass ich es kaufe, obwohl ich nur noch äußerst selten mal containere.

Um Kleidung habe ich mir auch kein Sorgen gemacht. Ich fand meist Unmengen an Klamotten. Überall. Die lagen einfach irgendwo rum, meist neben einem Altkleidercontainer. Und ein Teil davon passte und schon war ich angezogen. Hier in Deutschland gibt es dann ja noch die Umsonstläden, -ecken und –regale, wo man sich bestücken kann, Kleidertauschmärkte und so weiter. Es kam zwar immer wieder vor, wenn ich von einem Ort zum anderen unterwegs war, dass ich nur mit meinem Rucksack reiste, aber binnen kürzester Zeit hatte ich meist eine ganze Ladung an weiteren Klamotten angesammelt. Ich habe sie dann ja eine ganze Zeitlang auf Flohmärkten gratis angeboten und die Leute gaben mir oft einen Euro für ein Kleidungsstück freiwillig und von Herzen. Sie mochten das auch, geben zu können, was sie wollten. Es gab dann natürlich auch die Neider. Diejenigen, die früh aufgestanden waren und schon stundenlang dastanden und ihre Mühe hatten, erst einmal die Standgebühr reinzukriegen. Und dann kam ich viel später, ausgeschlafen und stellte mich hin ohne etwas zu bezahlen. Die schwärzten mich dann zum Teil an, so dass ich Ärger mit dem Flohmarktbetreiber bekam und den Platz räumen durfte. Nachdem mir das einige Male passiert war, hörte ich dann irgendwann auf. Aber es war eine nette Sache, da ich dadurch auch Menschen aus der Stadt, in der ich gerade war kennenlernte. Ich wollte dadurch ein Stück Gratiskultur verbreiten.

Ums Schlafen kümmerte ich mich immer ganz am Ende des Tages. So gegen zehn Uhr fing ich an, mich damit zu beschäftigen und mir etwas zu suchen. Wenn ich bei Leuten war, wartete ich einfach ab. Manchmal war es schon halb zwei Uhr nachts, nach einem ausgiebigen Gespräch, dass mich meine Gastgeber oder meine Gastgeberein fragten, wo ich denn übernachte. Dann sagte ich: „Weiss ich nicht“. „Ja, antworteten sie, du kannst hier übernachten.“

Dann half ich ihnen noch am selben Abend und am nächsten Morgen sagten sie: „Du kannst noch länger bleiben.“ Und ich half ihnen weiter und sie boten mir oft an, zu bleiben solange ich will. Oder sie setzten ein Limit. Aber so lebte ich viele Jahre. Viele glückliche Jahre. Das muss ich wirklich sagen. Und meinen Vagabundenblog, den hatte ich, um Zeugnis zu geben dafür, dass unser himmlischer Vater sich immer um uns kümmert. So wie es geschrieben steht. Um zu beschreiben, welch ein wunderbares Leben man/frau auf diese Weise führen kann. Und das noch dazu mit ganz wenig Geld. Wie gesagt bis auf das eine Jahr ohne Geld im Jahre 2009 lebte ich viele Jahre im Durchschnitt von 150 Euro im Monat. Und alles war ok. Da lebte ich für meine Begriffe schon fast im Luxus. Jedenfalls echt ok. Ich gab den Leuten, die mich zu sich eingeladen hatten meist einen Unkostenbeitrag von 50 Euro im Monat für Strom, Wasser und Gas. Die Heizung benutzte ich ganz selten. Ich war lieber unterwegs irgendwo im Warmen wie zum Beispiel einer Bibliothek, bewegte mich allerdings auch sehr viel. Bewegung ist ein ideales Mittel, um warm zu bleiben im Winter. Vor allen Dingen den Berg hoch. Den einen Winter, den ich im Wagen lebte verbrauchte ich gerade einmal 20 Liter Petroleum für meinen Ofen. Ich ging abends erst spät in den Wagen rein und wartete in voller Montur bis es weniger wie acht Grad war. Bis acht Grad war es auszuhalten, darunter war es definitiv zu kalt. So machte ich den Ofen an und heizte bis es richtig heiß war. Das  ging mit dem Petroleumofen sehr schnell. Dann machte ich ihn aus und zog mich langsam wieder nach und nach an wenn es kälter wurde. Man braucht eigentlich gar nicht sehr viel Heizung. Es braucht auch nicht überall in einem Haus warm zu sein. Wir sind viel zu verwöhnt, was Wärme anbetrifft. Wir leben in Deutschland in dieser Hinsicht weit über unsere Verhältnisse. Jeden Raum zu beheizen ist überhaupt nicht nachhaltig, sondern reinste Verschwendung von Ressourcen. Es ist auch überhaupt nicht notwendig. Früher war das auch nicht so.

So war also mein Leben. Es war ein ganz phantastisches, äußerst wertvolles und reichhaltiges Leben. So phantastisch, dass ich es auch gar nicht aufgeben wollte, wenn nicht viele nette und wohlmeinende Menschen immer wieder auf mich eingeredet hätten, ich soll mir doch eine Wohnung nehmen. Wozu brauche ich eine Wohnung? Ich bin doch immer eingeladen. So dachte ich. Und es war ja auch so.  Und jedes Mal, wenn ich mir eine Wohnung nehmen wollte, sagte jemand: hier bei mir kannst du wohnen. Da nahm ich doch lieber das kostenlose Angebot, als mich auf eine viel teurere Wohnung festzulegen. Jetzt habe ich es auch nur deshalb gemacht, weil ich selbst merkte, dass ich älter werde. Ich hätte theoretisch noch gut zwanzig Jahre so leben können. Aber in der Praxis wollte ich mal eine grundsätzliche Veränderung. Und einen Platz, an dem ich meine Sachen unterstellen kann und ein paar Monate später sind sie immer noch da. Das war mir vorher nicht vergönnt auf die Art und Weise, in der ich gelebt habe. Und es begann mir auch zu fehlen. Einen Raum, den ich ausfüllen kann. Ich war ja fast nur in Räumen, die von Dingen anderer Menschen ausgefüllt waren. Und irgendwann begann mich dies plötzlich zu belasten. Ich brauchte einfach regelrecht einen eigenen Raum, den ich ausfüllen konnte. Aber sonst wäre das alte Leben auch weitergegangen. Schier endlos. Ich war selbst in Deutschland immer bei Leuten eingeladen. Diese Art zu leben funktioniert also auch hierzulande. Und ich kenne jetzt auch jemanden, bei dem ich früher öfters übernachtet habe, der jetzt in der gleichen Situation ist und ebenfalls etwas gefunden hat, wo er bleiben kann, in seinem Fall zahlt er eine kleine Miete.

Das also zu meinem Leben, das ich absolut geliebt habe. Das möchte ich an dieser Stelle noch einmal deutlich sagen. So sehr geliebt, dass ich es aus freien Stücken nicht ändern wollte. Aber ich stellte mir  selbst die Frage, ob ich auf die Welt gekommen bin, um so zu leben oder ob nicht noch eine andere Aufgabe auf mich wartet. Und deshalb habe ich mich dann doch dazu entschlossen, meine gesamte Lebenssituation zu ändern. Wobei das für mich äußerst schwierig ist, das möchte ich nicht verschweigen. Von der Nichtsesshaftigkeit in die Sesshaftigkeit zu wechseln ist unglaublich schwer. Einfach, weil man mit so vielen Sesshaftenproblemen so lange nicht betraut war. Was da alles zu regeln ist, um in diesen Luxus zu gelangen… Aber diese Art von Leben kennt Ihr ja, davon brauche ich hier nicht zu berichten.

Meine Aufgabe sehe ich darin zu sagen: man kann ohne Geld und man kann mit sehr wenig Geld sehr glücklich leben. Den gesamten Luxus, den wir meinen haben zu müssen brauchen wir gar nicht. Geld macht nicht glücklich. Konsum noch weniger. Er macht fast schon unglücklich, denn nur scheinbar glücklich. Dass wir durch konsumieren glücklich werden würden ist eine Lüge. Eine große Lüge. Wir sind umso glücklicher, das sage ich aus eigener Erfahrung, je weniger wir konsumieren und je mehr wir umsonst bekommen. Ohne Geld. Am allerglücklichsten sind wir ohne Geld. Das kann ich bestätigen, das ist meine Erfahrung! Aber wohl nur dann, wenn wir uns freiwillig dazu entschieden haben.

Einladung zum Stöbern auf anotherworld.site

Liebe Freundinnen und Freunde des Vagabundenblogs,
auf meiner neuen Website anotherworld.site geht es munter weiter. Die letzte Zeit sind einige Artikel hinzugekommen, zu denen ich Euch gerne einladen möchte, sie zu lesen. In dem Artikel „Für ein bedingtes Grundeinkommen“ geht es darum wie ein Grundeinkommen meiner Vorstellung nach funktionieren könnte, nämlich indem jede(r) sich mit etwa acht bis zehn Stunden pro Woche einbringt und etwas für seine Umgebung oder für die Weltengemeinschaft tut, das einfach getan werden will. Das um die Argumentation, dann würde sich jede(r) nur noch auf die faule Haut legen, etwas entgegenzusetzen.
Der neueste Artikel geht darum, dass ich glaube, dass wir, um irgendwo anzufangen etwas zu ändern, damit anfangen, uns wieder mit der Natur zu verbinden. Dann verändert sich ganz viel in unserem Verhältnis zu allem, was um uns ist von selbst. Dann würden Menschen auch nicht mehr relativ sinnlos irgendwelche Bäume abholzen, weil sie sie als Objekte und gar nicht als Lebewesen wahrnehmen.
Ich wünsche Euch Spaß beim Lesen und freue mich wie immer über Kommentare und Feedback. Und gerade in der Anfangsphase dieser neuen Seite kann ich Anregungen zur Vernetzung oder auch sonst, was Euch alles auf- und einfällt gebrauchen. Bitte scheut Euch nicht, dies mir weiterzugeben. Und natürlich freue ich mich auch über neue LeserInnen. Ihr dürft also gerne davon weitererzählen.
Es grüßt Euch
Eure
Michelle
Subject: [Geteilter Beitrag] Wir brauchen eine spirituelle Revolution

Zwei Konferenzen und ein neues Baby

Freitag, den 21. September 2018

Ihr Lieben,

ich will die Briefform fortsetzen, da sie für mich etwas persönliches hat, das ich sonst nicht so leicht herstellen lässt. Und in dieser persönlichen Form lässt sich einfacher berichten, was geschehen ist.

Letzten Monat verbrachte ich auf zwei in die Zukunft gerichtete Konferenzen: Das Wochenende vom 18. und 19. August 2018 hieß die Konferenz „Für eine bessere Welt“. Sie fand in Hamburg auf dem Gut Karlshöhe statt.

Bei blablacar hatte ich eine Mitfahrgelegenheit mit einem Kolumbianer gefunden, der schon seit 1972 in Deutschland lebt. Wir unterhielten uns sehr angeregt über mein früheres Leben. Er war sehr interessiert, davon zu hören. Nachdem wir ankamen, holte ich mir einen Stadtplan vom Tourist office und zog los in Richtung Stephanies Wohnung.

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Hamburg

Stephanie war gerade bei einer Freundin in meiner Stadt zu Besuch und hatte mir angeboten, bei ihr zu bleiben. Was für ein Glücksfall! Es ging an der wunderschönen Binnenalster entlang und dann an einem Kanal, aber es zog sich doch ziemlich hin. Ich war froh, als ich endlich am Abend gegen neun Uhr ankam. Hier funktionierte sogar das Internet (was für ein Luxus). Außerdem machte ich mir Pasta aglio olio und schaute wie ich am nächsten Tag zum Gut Karlshöhe komme. Es fuhr ein Bus nicht allzu weit von mir entfernt und mit ihm kam ich genau zu Beginn der Begrüßung zur Konferenz für eine bessere Welt an. Alles weitere findet Ihr in meinem ausführlichen Artikel, den ich auf meiner neuen Website anotherworld.site veröffentlicht habe, zu der ich Euch ganz besonders herzlich einladen möchte, denn es ist sozusagen mein neues Baby. Ja wirklich. Es erblickte am 8.8.2018 das Licht der Welt. Ich hatte im Internet nach einem Namen für eine Website recherchiert und da sie genau so war wie eine email-Adresse, die ich schon hatte, dachte ich: „Das ist es. Die melde ich an.“ Im Moment ist sie noch komplett im Aufbau, aber abonniert Euch bitte dort, wenn Ihr Euch für den Aufbau einer anderen Welt interessiert und scheut Euch nicht, mir likes oder Feedback zu geben oder Hinweise wie und wo ich sie publik machen könnte! Ich kann wirklich Unterstützung in jeglicher Hinsicht gebrauchen, sowohl was Ideen, als auch was die Umsetzung anbelangt. So fehlt noch ein Logo und ganz viel sonst. Jede Hilfe ist willkommen! Ziel ist, im ganz kleinen erstmal Utopien und Visionen zu beschreiben und dann zu sehen, was sich verwirklichen lässt.

Ganz besonders bedeutsam bei der Konferenz war mir die Begegnung mit einem Typen mit langen grauen Haaren ganz hoch aus dem Norden Deutschlands, der mit seinem Klapprad und einer Gradido-Fahne herumfuhr, denn wir gingen noch zusammen zum Abendessen und ich hatte wirklich mit ihm als einzigen einen intensiven und regen Austausch. Insgesamt war ich eher bei Workshops, die mich interessierten, um mir mal eine andere Sichtweise auf die Welt zu eröffnen und weniger das, was ich schon kannte wie Minimalisten, Kräuterwanderungen oder Achtsamkeitsübungen. Aber ich genoss auch die Spaziergänge in der Natur des Gutshofes mit seinen Naturlehrpfaden, wenn ich mir einmal Zeit dafür nahm.

 

 

Nach der Konferenz wachte ich früh um halb acht Uhr auf. Mir tat der Magen weh ganz wie zu Zeiten, als ich gearbeitet hatte. Mir hatten ein paar Leute erzählt, ich könne für unter neun Euro von Hamburg nach Lüneburg fahren und so holte ich mir so eine Karte fürs Gesamtnetz.

„Stell dir vor, du dürftest nur noch hundert Worte an einem Tag sprechen. Dann verlierst Du Deine Stimme,“ stand irgendwo sowie „Letzte Chance!“, „Der Spaß geht weiter“ und „gemeinsam geht mehr“. Da ich fünfzig Minuten auf den Regionalzug hätte warten müssen, nahm ich den ICE. Von einem Freund erhielt ich per WhatsUp komische Kommentare, die mich total nervten und mit denen ich absolut nicht wusste, wo ich sie hinstecken sollte. Ein Mann kam mir mit einem T-Shirt mit der Aufschrift „Heimat – woanders ist es auch nicht besser“ entgegen. In dem ziemlich vollen ICE, der weiter nach München fuhr, wurde ich zum Glück nicht kontrolliert, sonst hätte ich sicher nachzahlen müssen. Ich fand dann auch gleich nach einigem Herumfragen den richtigen Bus zur Uni. „Sie sind das Kostbarste, was wir haben“ stand auf einem Plakat mit Kindern drauf.

Bei der Konferenz erfuhr ich, dass es keinen Platz mehr in dem Schlafsaal gab, wo ich meinen Rucksack erstein mal abgestellt hatte. Es waren alle Schlafplätze ausgebucht und man hätte sich da explizit dafür anmelden müssen, was ich nicht getan hatte. Ich erfuhr, dass es eine Jugendherberge in unmittelbarer Nähe gab und auf dem Weg dorthin entdeckte ich ein Tipi im Wald, das zu einem Waldkindergarten mit einem Bauwagen gehörte, der jedoch abgeschlossen war. „Wunderbar“, dachte ich. Etwas Besseres hätte ich mir ganz nicht vorstellen können, denn mein Sinn stand mir auch gerade nach mehr Verbindung mit der Natur. Als mir dann noch ein Mann mit einer Tasche mit der Aufschrift „Der nächste größte Schritt: Back to the nature“ über den Weg lief war mir klar, dass dies für die nächste Nacht das Richtige war. Ich schlief dann auch dort sogar so lange, dass ich die Kindergärtnerinnen mitbekam, die um acht Uhr morgens ankamen. Sie waren aber sehr nett und luden mich sogar dazu ein, mitzuhelfen, da sie einen Notfall hatten. Aber die Utopiekonferenz war mir doch wichtiger. Wer genaueres über die Konferenz lesen möchte, der ist dazu eingeladen, den Artikel auf anotherworld.site zu studieren.

Ich hatte keinen wirklichen und richtigen Impuls, wo es danach weitergehen würde. Bei manchen Sachen, die ich angedacht hatte wie zum Beispiel in das Wendland oder ins Ökodorf Sieben Linden zu fahren, spürte ich, dass es wohl nicht recht so das richtige ist und ließ es dann sausen. Einige Leute fuhren dann schon direkt nach der Konferenz weg. Ich aber blieb. Es gab noch was zu Essen und ich holte mir einen Teller voll und setzte mich an einen Tisch mit zwei Frauen, von denen ich eine inzwischen kannte. Ich hatte sie bei „Mosaique“ getroffen, dem wunderbaren Haus der Kulturen in Lüneburgs Innenstadt, wo ich unverhofft bei einem Rundgang durch die Stadt hingelangt war. Das war ein ganz phantastischer Ort, an dem mich gleich mehrere Menschen ganz lieb begrüßten und  einer michherumführte und zu einem Kaffee auf Spendenbasis einlud. Hier leben und arbeiten Flüchtlinge und Deutsche zusammen in einem Haus und laden alle anderen in ihr Café ein. Eine reiche Dame hat das Haus gespendet.

 

 

Ein Urban Gardening Projekt in Lüneburgs innenstadt mt drei Hochbeeten in einem Park war mir ebenfalls positiv aufgefallen.

 

 

Die Frau, die ich im Mosaique kennen gelernt hatte sagte allerdings, sie ginge jetzt gleich weg. Ich setzte mich trotzdem. Dann saß ich da einen Moment alleine und überlegte, was tun. Schließlich holte ich noch einen weiteren Teller und setzte mich an einen Tisch zu zwei Frauen, die ich noch nicht kannte. Das heißt, eine davon hatte ich mal an einer der wenigen Steckdosen gesehen. Wir hatten uns auch Gedanken gemacht wie es sein konnte, dass es in einem Gebäude, das für Konferenzen konstruiert war, keine ausreichenden Steckdosen gab, um seine diversen Geräte aufzuladen. Eigentlich sollten überall Steckdosen sein, aber dem war nicht so. Auf jeden Fall fiel mir dann wieder ein, dass die Dame ja am Anfang mal ihre Partei ‚Demokratie in Bewegung‘ auf der Bühne vorgestellt hatte, das ich auch als recht interessant empfunden hatte. Ich erfuhr, dass sie am nächsten Morgen um halb sechs Uhr in die Pfalz fuhr und noch einen Platz frei hatte. Sie übernachtete im Schlafsaal und würde mich mitnehmen. Das war für mich ideal, denn dann konnte ich mir überlegen, ob ich nach Hause fahren oder mit ihr kommen wolle.

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Ich konnte im Schlafsaal zwar übernachten, aber nicht wirklich schlafen, da ganz viele Menschen irgendwann in der Nacht aufstanden und mit zu schweren Schritten durch den Saal liefen. Ich schlief sehr spät erst ein und wurde erst geweckt, als meine Chauffeuse losfahren wollte. Da ich den Platz auf dem Feldbett getauscht hatte, weil eine Kuhle in der Mitte mich daran hinderte einzuschlafen hatte sie gedacht, ich wäre schon draußen und erst am Ende entdeckt, dass ich ja ein Feldbett weiter lag. Es war dann ziemlich hektisch und ich, so müde wie ich war, war auch gar nicht gut drauf – bis ich an einer Tankstelle den ersten Kaffee trank. Erst dann hellte sich meine Stimmung ein wenig auf.

Es wurde eine interessante Fahrt, bei der die Landesvorsitzende der neuen Partei ihrem mitfahrenden Gast ganz viel wichtige Dinge erzählte, die mir allerdings nicht mehr in Erinnerung geblieben sind. Sie setzte mich dann in Landau am Bahnhof ab, wo ich erstmal schaute wie ich zu einer Gemeinschaft in Gründung kommen würde, lag wie ich im Internet vzu der ich schon lange einmal fahren wollte. Von meinem ruhigen Sitznachbarn, der nach Karlsruhe wollte, hatte ich mir das Handy geliehen und im Internet recherchiert, dass es nur circa 30 Kilometer entfernt war. Mein Handy war nämlich gerade nur eingeschränkt funktionsfähig. Ich musste erst einmal zu einem Laden gehen und mir erklären lassen wie ich meinen Tarif mit meinen 3 GB Internet, der Flatrate für Deutschland und den 250 internationalen Minuten für den nächsten Monat bestellen könne. Alleine klappte das nicht. Ich wollte aber erstmal die Geschichte mit dem Handy regeln bevor ich dort hinfuhr. Als ich vom Bahnhof wegging, kam mir eine Frau mit einem T-Shirt und der Aufschrift „Follow your dreams wherever they take you – good“ entgegen.

Jemand erzählte mir von einem Inder, der Telefonkarten verkaufte, aber er arbeitete nicht wirklich mit meinem Telefonanbieter. Er verkaufte nur Karten zum Aufladen. Aber er war sonst sehr hilfsbereit und suchte lange im Internet, um zu sehen, ob er mir nicht helfen könne. Erst als wirklich nichts ging gab er mir die Adresse und Telefonnummer von einem anderen Laden, der mit meiner Telefongesellschaft arbeitete. Der dortige Mitarbeiter konnte mir innerhalb von ein paar Sekunden meinen Wunschtarif einstellen. Meine persönliche kleine Welt war wieder gerettet. Nachdem ich mich nun an die Nutzung eines Smartphones nach dreizehn Jahren ohne Handy gewöhnt hatte vermisste ich es doch so weit, dass ich es gerne so schnell wie möglich wieder nutzen wollte, obwohl ich genau wusste, dass es auch ohne ging. Bei meinem Gang durch die Stadt war ich bei einem Wollladen vorbeigekommen, in dem ich von meinem Vorhaben, eine sich gründende Gemeinschaft zu besuchen berichtete. Die dortige Dame empfahl mir, in eine nicht weit entferntes Kaffee zu gehen. „Dort gibt es jemanden, der auch bei dem Projekt dabei ist.“ Als nächstes schaute ich in einen Antiquitätenladen vorbei. Auch dort schickte man mich in dasselbe Kaffee, sogar auch nur, um die dortige Toilette zu benutzen, da er selbst keine eigene Toilette hatte. Also, nix wie hin. Der Besitzer war es, der sich in dem Gemeinschaftsprojekt engagierte, das allerdings noch gar nicht existierte außer in den Köpfen der Menschen. Das war mir gar nicht klar gewesen. Sie wollten einen Gutshof mit 20 Hektar Naturwald jedenfalls für 1,5 Millionen Euro kaufen und jede(r) einzelne sollte sich dann mit 50.000 Euro beteiligen. Falls Ihr einen Geldgeber kennt, der Interesse hat, sich uneigennützig daran zu beteiligen, gebt mir bescheid.

Es war wieder viel davon die Rede gewesen, dass man die Welt nicht verändern könne, sondern nur sich selbst verändern könne. Das alte Dogma sage ich mal, das in spirituellen Kreisen sehr weit verbreitet ist. Ich kenne das schon seit Jahren und hatte es auch manchmal irgendwelchen Menschen erzählt, die meinten, sie müssten die Welt verändern. Ich saß dann so da und überlegte, was ich denn anders machen könne wie bisher. Ich mache doch schon so viel anders. Habe mein gesamtes altes Leben aufgegeben, um etwas neues zu schaffen und immer noch höre ich diesselbe Leier. Na ja, ich jedenfalls weiß nicht so recht, vielleicht habt Ihr ja eine Idee!

Es grüßt Euch ganz herzlich

Eure

Michelle

Back into the system

Meine Lieben,

heute mal in – meiner geliebten – Briefform. Finde ich persönlicher und schließlich kenne ich Euch – meine liebens-werten Leser*innen ja fast alle persönlich.

Nach mehreren Anläufen, die sich über viele Jahre hinweg erstreckten, habe ich nun schließ- und endlich mein Online-Banking eingerichtet. Denn, was meine liebens-werten Leser*innen noch nicht alle wissen: es gibt eine gute Nachricht! Ich habe vor einiger Zeit den Bescheid bekommen, wieder – wie früher auch – ein Grundeinkommen in Form einer Rente für Menschen mit einer gewissen Erwerbsminderung zu bekommen. Natürlich hätte ich viel lieber erreicht, dass alle Menschen, wenn nicht ein ganz bedinungsloses, aber dann wenigstens ein an wenige erträgliche Bedingungen geknüpftes Grundeinkommen erhalten. Das ist mir leider nicht geglückt. Traurig traurig. Aber wenigstens konnte ich dafür sorgen, dass ich die nächste Zeit wie andere Menschen auch eine Miete zahlen kann, die gesetzlich vorgeschriebene Krankenversicherung, auch wenn mir das alles nicht gefällt, weil ich die sieben Jahre wunderbar auch ohne gelebt habe und mir auch mal was Biologisches zu essen kaufen kann. Denn nach dem Bioscan-Gerät von Robert Franz ist mein Körper nach all den Jahren des Zuführens von freeganen Lebensmitteln mitlerweile leider pestizidverseucht. Wahrscheinlich ist das nicht der einzige Körper auf dieser Welt, dem es so geht, von daher lohnt es sich für eine Welt ohne Pestizide einzustehene ;).

Jetzt konnte ich nach mehr als einem halben Jahr, in dem ich jeden Monat brav drei Überweisungen tätigte: für Miete, Strom und Krankenversicherung, eine Anfang des Monats, zwei Mitte des Monats – hechel, hechel – allmonatlich zu leistenden Ausgaben – endlich einen Dauerauftrag ausstellen. Nun bin ich ein glücklicher Mensch! Nein wirklich, nachdem ich jahrelang keine einzige Rechnung zu bezahlen hatte und auch keinen Termin in meinen nicht vorhandenen Terminkalender schreiben brauchte, ist das alles für mich (zwar altbekanntes, aber dennoch) wieder Neuland. Es ist schon fast so, als ginge es darum, verlorenes Land zurückzuerobern. Das schaffen wir doch glatt! Zum Glück bin ich auch nicht mehr antrags- und papiertraumatisiert, was in meinem Leben auch schon mal vorkam. Da wollte ich von Anträgen und Papieren nichts mehr wissen. Jetzt kann ich inzwischen Anträge mit spielender Leichtigkeit wieder ausfüllen, sie an den entsprechenden Stellen abgeben, meinen Mitwirkungspflichten nachkommen und dann entsprechende Schritte unternehmen, um meine Ansprüche geltend zu machen. Oder klärende Gespräche führen, um zu erfahren, dass ich kein Anrecht auf dies oder jenes habe. Für mich ein großer, aber ent-scheidender und not-wendender Schritt. Ich sag das deshalb, weil ich vor circa einem dreiviertel Jahr mit einem Traum aufgewacht bin, bei dem ich bettelnd auf der Straße saß. Ich weiß nicht, ob Ihr wisst, was das heißt. Es gibt viele Menschen, die Angst davor haben, unter der Brücke schlafen zu müssen und zu betteln. Ich habe zwar das gelebt, wovor viele Menschen Angst haben: ohne Wohnung, ohne Arbeit und weitgehend ohne beziehungsweise mit wenig Geld. Aber: ich hatte immer unglaublich viel Fun bei meiner Art zu leben. War die letzten Jahre immer eingeladen. Es war alles eine große Freude und ein großes Glück, was ich ja auch immer in diesem blog habe weitergeben wollen. Doch als nächste Stufe unterhalb derer, auf der ich stand jetzt bettelnd auf der Straße zu sitzen, dazu hatte ich doch keinen Bock wie man auf neudeutsch so schön sagt. Da musste ich mir etwas anderes überlegen. Und das war, das Geld anzunehmen, auf das ich per Recht und Gesetz mir irgendwann einmal in meinem Leben ein Anrecht erworben hatte, weil ich früher brav zur Arbeit gegangen bin wie andere Menschen auch. Bis es mich einmal mit Burnout und anderem Pipapo gebeutelt hatte.

Es war dann natürlich so, dass ich eigentlich – wie schon so oft in meinem Leben  auch – all meine Anrechte verloren hatte, da ich ja die letzten Jahre nicht drei von fünf Jahren gearbeitet hatte. Da verliert man seine Rechte. Aber: ich habe mich nicht entmutigen lassen. Denn drei Leute wiederum erzählten mir, dass sie ihre Rente dauerhaft bis zum Eintritt der Altersrente bekommen hätten und daran hielt ich mich. Ans Positive. Früher war diese Rente bei meiner Wenigkeit nämlich immer befristet gewesen, mal für ein Jahr, mal für eineinhalb Jahre und mal für zwei Jahre. Da die Untersuchungen für mich so schrecklich waren, wollte ich alles, nur das nicht mehr erleben. Deshalb habe ich so gelebt wie ich gelebt habe. Lieber nichts haben, aber nicht zu diesen schrecklichen Untersuchungen hingehen müssen. So war mein Motto. Ich lebte frei und glücklich, aber auch, weil ich noch Geld hatte, auch wenn ich sowenig wie möglich ausgab. Doch das wurde immer weniger. Und insgesamt war mein Leben ja ein Zuschussbetrieb. Da nichts reinkam und doch was rausging, ging die Rechnung eigentlich nicht auf.

Auf jeden Fall war das alles sehr spannend, denn ich wusste bis kurz vor dem Untersuchungstermin nicht, ob ich da wirklich hingehen würde. Mir erzählte noch eine Helferin, die ich beim Sommerfest einer Hilfseinrichtung für behinderte Menschen traf, wie schlimm die Untersuchung bei demselben Träger und derselben Gutachterin für sie war und dass sie dabei innerlich total zusammengebrochen sei. Ich wusste beim besten Willen nicht, ob ich mir das antun sollte.

Die Kraft des Gebets

Vor dem Termin konnte ich nicht richtig schlafen und betete immer wieder, dass mir so etwas erspart bleiben dürfe. Und siehe da: meine Gebete wurden erhöhrt. Die Gutachterin war total nett und freundlich und in keinster Weise verletzend. Es ging ja darum nachzuweisen, dass ich all die Jahre erwerbsgemindert war. Ich hielt ihr die Aufstellungen unter die Nase, wie viel ich für was in den Monaten im Jahre 2014 und 2015 ausgegeben hatte. Im Jahre 2014 waren das im Monatsdurchschnitt 150 Euro und im Jahre 2015 75 Euro. Sie sagte sofort, ich solle  alles wieder einpacken, sie wolle gar nichts mehr sehen, ich bekäme meine Rente! Da sie nicht alleine entscheidet, wartete ich noch den tatsächlichen Bescheid ab und der war positiv! Die ganze nächste Woche war ich mit fast all meinen Freund*innen und Bekannten am Feiern. Ich fuhr in den nächsten Bioladen und machte einen Großeinkauf fürs nächste Fest. Nach neun Jahren hatte ich nun nicht nur meine Wohnungslosigkeit, sondern auch meine Einkommenslosigkeit beendet. Ich fühlte mich plötzlich auch wie ein ganz anderer Mensch. Irgendwie gesünder, kräftiger und vitaler.

Nicht zu wissen wie ich meine Miete zahlen sollte, raubte mir vorher doch ziemlich viel Kraft und fast auch den letzten Nerv. Das war nun vorbei. Was für eine Freude! Was für eine Erleichterung! So lernte ich, dass Gott nicht nur für uns sorgt, wenn wir in Not sind, sondern dass er auch innerhalb des Systems für uns wirken kann, wenn wir ihn darum bitten. Das war für mich eine neue Erfahrung.

Dass ich den Weg so zurück in das System wieder gegangen bin, hatte auch damit zu tun, dass ich gemerkt habe, dass ich mich so weit von anderen Menschen und deren Lebenswirklichkeit entfernt hatte, dass ich keinerlei Impakt mehr auf das System und die Gesellschaft hatte. Wenn man keine Wohnung hat, ist man schlichtweg nicht anerkannt. Es gab dann so ein Schlüsselerlebnis von einer Frau, die ähnlich lebte wie ich, in einem Bauwagen. Es war Winter und sie erzählte mir, wie glücklich sie sei, dass sie außerhalb des Systems lebte und sie wollte gar nicht ins System zurück. Als ich sie dann fragte, ob sie meine Telefonnummer aufschreiben wolle meinte sie, das wäre zu aufwendig an ihren Bleistift ranzukommen, der sei irgendwie weiter weg und da müsse sie aufstehen, sie sei krank und es sei kalt, sprich dazu habe sie keine Lust. Da fragte ich mich: stimmt das alles, was sie sagt und stimmt das noch für mich? Will ich wirklich weiterhin total außerhalb des Systems leben in ständiger Angst, dass sie mir an den Karren fahren, weil ich keine Krankenversicherung habe und dies nicht und das nicht? Will ich das noch? Oder sage ich mir lieber, okay, danke für die unglaublich interessante und spannende Zeit, die ich hatte, in der mich Gott und mein Glaube  weitgehend durchs Leben getragen haben, aber jetzt ist Zeit für etwas anderes. Jetzt nehme ich einfach mal das an, was mir zusteht. Dankend selbstverständlich. Das ist auch mal heilsam. Unglaublich heilsam.

Gemeinschaften-Festival

Letzte Woche realisierte sich dann auch noch so ein Traum, den ich vor unzähligen Jahren schon mal hatte: zum Gemeinschaften-Festival zu gehen. Das fand all die Jahre zweimal im Jahr statt. Schon im Dezember hatte ich geschaut, ob ich da nicht hingehen könne, aber mangels nötigem Kleingeld und noch aus anderen Gründen hatte ich mich dagegen entschieden. Diesmal fragte ich auch kurz vor dem Festival an und da es mir wieder etwas zu teuer war und sie keine Helfer*innenplätze mehr frei hatten, sagte ich ab. Doch dann kam eine Einladung, mitzuhelfen, da einige Helfer*innen abgesprungen seien und da überlegte ich nicht lange und fuhr einfach hin. Eine Mitfahrgelegenheit, die ich in der Nacht rausgesucht hatte meldete sich bis zum anberaumten Zeitpunkt zwanzig Minuten vor Abfahrt nicht, aber ich war zum genannten Treffpunkt gegangen. Ein Freund hatte mir erzählt, dass er von dort manchmal wegtrampe und nach fast einer Stunde war ich erfolgreich und eine Frau nahm mich mit. Leider setzte sie mich auf einer Schnellstraße an der Autobahnauffahrt ab, wo ich gar nicht stehen durfte. Die Autos kamen angerauscht und die Polizei kam auch gleich vorbeigefahren mit Handzeichen, dass ich hier nicht stehen dürfe. Also über die Leitplanke und die Böschung runter, die den Spuren nach auch schon jemand vor mir gegangen war. Dann den Weg zur Raststätte, die nicht allzuweit entfernt war. Von dort war ich schon öfters weg getrampt.  und auch jetzt nahm mich gleich einer mit mit holländischem Kennzeichen. Das ist äußerst ungewöhnlich. In meiner gesamten Trampzeit hat mich nur einmal ein Auto mit holländischem Kennzeichen mitgenommen. Es kam heraus, dass er gar kein Holländer bzw. Niederländer war, sondern Rumäne. Und: er fuhr relativ in die Nähe wo ich hinwollte, nur etwa 35 Kilometer entfernt. Und diese 35 Kilometer nahm mich eine Frau wiederum mit gelbem Nummernschild mit, diesmal aus Luxemburg. Ich hatte sie im Gegensatz zu den vielen anderen Leuten an der Tankstelle gar nicht gefragt. Sie fragte mich von sich aus und war bereit, die Strecke für mich zu fahren, obwohl sie da im Moment gar nicht hinwollte. „Jeden Tag eine gute Tat“, sagte sie als ich einstieg. „Ich war früher Jägerin. Aber heute gibt es gar nicht mehr viele richtige Jäger. Die schießen heute alles wahllos ab. Das ist schrecklich“, erzählte sie. Und als ich von einer Freundin Mitte Siebzig sprach, meinte sie, da wäre sie zwölf Jahre älter. „Früher bin ich Rallyes gefahren. Ich war mit einem Luxemburger verheiratet.“ Eine wirklich interessante Persönlichkeit.

Nur manchmal –  oder immer?

Ich wurde dann sehr nett auf dem Festival empfangen, das zwei Tage vorher begonnen hatte. Als ich irgendjemand von meinen Leben erzählte, sagte die Person ganz richtig: „Das kann man mal ne zeitlang machen“. Ja, das war mein Gefühl auch. Da waren auch andere digitale Nomaden und andere (Welt)Reisende. Einer davon stellte sich mir mit „Ich bin ein Wanderer zwischen den Welten“ vor. Der Begriff blieb in meinem Kopf hängen. Ja, als Wanderer zwischen den Welten  fühlte ich mich auch. Ich traf eine Frau, die mit mir in der selben Samba-Gruppe spielte, in der ich seit Kurzem mitspielte. Und eine, bei der ich vor vielen Jahren mal am Bodensee übernachtet hatte. Sie fuhr mich dann nach Hause und blieb noch zwei Nächte bei mir. Ihr Hund plantschte dabei in jedem Brunnen, als wir durch die Stadt gingen. So lebte die Gemeinschaft vom Festival her noch ein wenig fort. Es waren sehr erfüllende Tage und ich freue mich, dass ich es gemacht habe. Es war ein so lange gehegter Traum, der einfach in Erfüllung ging. Manchmal lohnt es sich, etwas Zeit und Geld zu investieren, um unsere Träume Wirklichkeit werden zu lassen. Nur manchmal –  oder immer?

Der blockierte Künstler

Ich stellte auch fest, dass ich blockiert bin. Der blockierte Künstler/ die blockierte Künstlerin. Ich fragte mich, was kann ich tun, um meine Blockade aufzulösen?  Es kommt ja angeblich nur darauf an, die richtigen Fragen zu stellen. Das hier ist das Resultat.

Es grüßt Euch zu den Sternschnuppennächten

Eure Michelle

 

Heute und morgen ist Sternschnuppennacht!

Wir haben heute wieder eine Sonnenfinsternis um 11:11 Uhr überlebt und letzthin eine Mondfinsternis. Und wir leben immer noch. Noch dazu ist heute Nacht eine Sternschnuppennacht wie morgen, vom 12. auf den 13. August auch noch, in der man bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde sehen kann. Denn: die Perseiden bescheren uns wie jedes Jahr dieses Wochenende einen Meteor-Regen. Wir sind gerade wahrlich gesegnet mit astronomischen Besonderheiten. Die Sternschnuppennacht habe ich bisher immer weitgehend verpasst, aber jetzt ist wieder eine großartige Gelegenheit, Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen. Denn ich muss wirklich und ehrlich gestehen: was immer ich mir bei der Gelegenheit eine Sternschnuppe gesehen zu haben gewünscht habe, ging soweit ich mich erinnern kann fast alles in Erfüllung; vorausgesetzt, dass ich zwischen Sehen der Sternschnuppe und dem Wunsch nichts gesprochen habe. Das ist so eine Erfahrung. Ich bin sonst nicht so fürs Wünschen, vor allem nicht à la Bärbel Mohrs „Bestellungen beim Universum“. Ich bin eher den Weg der Wunschlosigkeit gegangen und war auch ganz glücklich damit. Aber: man/frau/mensch darf sich ja auch mal was wünschen – am Besten von Herzen – vor allem in einer Sternschnuppennacht. Wir dürfen uns was für uns wünschen oder ganz uneigennützig etwas für die ganze Welt. Ich glaube nicht, dass das verboten ist.

Also: Sternschnuppe sehen, Augen schließen, sich in Ruhe etwas wünschen und erst nach dem Wunsch mit den Nächsten reden, die mit uns und bei uns sind. Dann habe ich gute Chancen auf eine Wunscherfüllung. Das ist eigentlich ein Geheimnis ;), aber ich gebe es hiermit mal auf diesem Wege an meine Liebsten weiter, an diejenigen, die diesen blog aus irgendwelchen Gründen lesen… Ihr habt es Euch verdient.

Wasser für Kleintiere

Von verschiedenen Seiten wie vom Bund für Naturschutz und auch von Privatleuten wird gerade darauf aufmerksam gemacht wie wichtig es zur Zeit ist, Wasser für Vögel und andere Kleintiere im Garten und auf dem Balkon bereit zu stellen. Durch die lang anhaltende Trockenheit wird es für die Tiere schwierig, genügend Wasser zu finden. Die Wasserstellen sind ausgetrocknet. Viele Tiere verdursten. Ich habe gerade einen Behälter mit Wasser auf den Balkon für die Vögel und einen für Igel und andere Kleintiere in den Garten gestellt und hoffe, dass die Tiere es finden, um nicht zu verdursten.

Tour de Natur

Eben ist mir beim Aufräumen ein Flyer der in Kürze stattfinden Tour de Natur in die Hände geflattert und da ich Veranstaltungen solcher Art von Grund auf schön finde, möchte ich meine lieben Leser*innen darüber informieren. Es handelt sich bei der Tour de Natur um eine 15-tägige Fahrradtour mit etwa 100 – 150 Menschen, die am Samstag, den 21. Juli 2018 in Kassel beginnt, über Witzenhausen, Göttingen und Halle (Salle) geht und in Leipzig am Sonntag, den 5. August 2018 endet.

Bei ihr wird in einem Tempo, bei dem alle mitkommen gemeinsam durchs Land geradelt, zusammen durch Demos mit Musik, Tanz und Straßentheater Politik gemacht, für Alternativen des heutigen Wirtschaftssystems die Augen geöffnet und Biohöfe, Wohnprojekte und andere spannende Initiativen besucht. Das Mitradeln kostet pro Tag für Organisation und Übernachtung 5 – 10 Euro nach Selbsteinschätzung und für Wenigverdienende nur 50 Cent, für biologische und vegane Vollverpflegung plus 10 – 15 Euro – nach Selbsteinschätzung – pro Tag.

Infos gibt es unter Tour de Natur im Internet und per Telefon unter 0351 – 49 433 54. Die Partner der Veranstaltung sind der adfc Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club, der VCD, der BUND, die Grüne Liga Netzwerk ökologischer Bewegungen und Pro Pödelwitz.

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