Man kann ja doch nichts tun, oder?

Letztes Jahr haben mir Leute ein paar Seiten mit hilfreichen Tips und Ideen gegeben, wie man durch kleine Verhaltensänderunen die Welt hin zum Positiven verändern kann. Über ein paar habe ich in meinem blog auch schon ausführlicher berichtet. Heute konnte ich diesen Text, den ich also schon seit längerer Zeit mit mir herumtrage bei lieben Menschen einscannen, um ihn an Euch weiterzugeben. Zur Inspiration also hier der Text im Original:

„Man kann ja doch nichts tun…. „

Doch:
– Dem System sich und seine Kaufkraft so gut wie möglich entziehen und dafür beim Aufbau von Alternativen mithelfen oder diese unterstützen
– Nicht seine Stimme bei politischen Wahlen abgeben, sondern bei jedem Einkauf direkt wählen (Sich bewusst machen, dass vielen Konsumgütern eine Ideologie anhaftet)
Wir können über unser Konsumverhalten entscheiden, wo und wofür Geld und Kompetenz versammelt wird,wodurch wir zusammen maßgeblich unsere Wirtschaft und ihre Ausrichtung prägen können.
– Sich mit der Wirkungsweise von Werbung beschäftigen und versuchen sich weniger beeinflussen zulassen
– Wenn möglich Bio-, saisonale, regionale und fairtrade Lebensmittel kaufen
– Auf Fleisch und alle anderen Produkte aus der Massentierhaltung verzichten und sich stattdessen vegetarisch, besser vegan, oder roh vegan ernähren
http://www.rohkost1 x1 .de/31 -gruende-warum-rohkost/
– Gemüse und Obst selbst anbauen
– Das hochgiftige Glyphosat (Roundup)boykottieren und andere darüber aufklären; es wird nicht nur in der industriellen Landwirtschaft, sondern auch in Gärten tonnenweise verwendet!
– Im Garten, auf dem Balkon und in der Wohnung immer mehr Zierpflanzen durch Nutzpflanzen (wie z.B. Kräuter) ersetzen
– Bei einem urbanen oder allgemein Gemeinschafts-Garten-Projekt mitwirken
– Guerilla Gardening betreiben, Saatbomben und Saatbällchen herstellen und verteilen
– Saatgut selbst herstellen
– Nahrung draußen in der freien Natursammeln, wie z. B. Löwenzahn, Brennnesseln, Giersch, Wegerich,Nüsse, Beeren usw., sich über heimische Wildpflanzen, -fruchte und -kräuter informieren!
– Herrenloses Obst ernten, Infos auf http://www.mundraub.org/
– Lebensmittelverschwendung vermeidendurch Containern, oder Mitmachen bei http://foodsharing.de/ oder http://www.lebensmittelretten.de/
– Leitungswasser (oder selbst abgefülltes Quellwasser) trinken statt abgefülltes Wasser in Flaschen kaufen
– Keine Plastiktüten mehr verwenden, dafür Stoffbeutel
– Plastik ersetzen durch Glas, Edelstahl, Porzellan…
– Keine Energiesparlampen verwenden, besser LED
– Mit Natron kann man unglaublich viele Dinge aus dem Supermarkt ersetzen! http://www.wundermittel-natron.info/
– Kokosöl kann fast alle Kosmetika ersetzen, wie z.B. Feuchtigkeitscreme, Deo, Sonnencreme, Massageöl, Make-Up-Entferner, mehr auf http://pagewizz.com/50-einsatzmoglichkeiten-fur-kokosol-30047/
– Pharma-Artikel meiden und lernen pflanzliche Heilmittel selbst herzustellen, man braucht kein Aspirinoder andere Schmerzmittel oder Grippetabletten, einfache Hausmitteltun es auch
– Allgemein möglichst viele Dinge selbst machen lernen, wie z. B. Waschmittel selbst herstellen
– Strom sparen und alte mechanische Geräte ergattern – auf Flohmärkten oder bei Ebay…(Handmühlen,Mixer usw.)
– Tramper oder Mitfahrer mitnehmen
– Eigenes Auto verkaufen und stattdessen Car-Sharing nutzen
– Mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln statt dem Auto fahren
– Auf den Konsum nicht lebensnotwendiger Güter (z.B. Genuss- und Suchtmittel wie Alkoholund Tabak oder Unterhaltungselektronik) verzichten
– Produkte, für die Tierversuche gemacht werden, boykottieren
– Produkte mit Palmöl boykottieren (sind leider unglaublich viele!)
– Lästig werden, bei Herstellern telefonisch, per Mail oder Brief nachfragen,was genau drin ist in den Produkten, wo die Zutaten herkommen, warum sie manche Zutaten noch verwenden (Beispiel Palmöl), oder warum sie immer noch nicht auf Tierversuche verzichten usw.
– Auf Flohmärkte gehen, in Second Hand Läden kaufen/verkaufen, Klamotten tauschen oder verschenken, z.B. auf http://www.kleiderkreisel.de/
– Sachen verleihen (z.B. Werkzeuge,Fahrrad, Schlafplatz (Stichwort „Couchsurfing“))
– Reparieren statt Wegwerfen (Repair Cafes)
– Allgemein den Konsum DRASTISCH einschränken
– Wegwerf-/Einwegprodukte vermeiden
– Abfall vermeiden, d.h. z.B. auch mitnehmen/benutzen von Dingen, die eh weggeschmissen werden würden (z.B. Servietten aus dem Brotkorb in Restaurants)
– Sachen wiederverwenden (z.B. Gläser von Joghurt, Marmeladen etc. sammeln und benutzen zum Einkochen, oder Nüsse oder Beeren aufheben)
– Auf Demos gehen
– Versuchen Menschen zu verbinden, ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine da stehen, sie unterstützen und miteinander vernetzen –
– Gemeinsame lnfo-/Doku-/Film-Abende veranstalten mit anschließender Gesprächsrunde
– Den gleichgeschalteten Massenmedien NICHT blind glauben und sich unvoreingenommen, ausführlich und differenziert über soziale, politische, wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zusammenhänge informieren und glaubwürdige Quellen suchen
– Info-Artikel schreiben
– Wichtige Informationen teilen und soweit verbreiten wie möglich
– Infomaterial verteilen: http://www.umweltinstitut.org/ueber-uns/infomaterial.html
– Aufkleber und Abrisszettel verteilen“Keine Gen-Technik“ etc.http://www.mitwelt.org/gallery.php
– Zu einer sozialeren Bank wechselnde z.B. GLS Gemeinschaftsbank
– Stromanbieter wechseln, weg von Atomstrom und fossilen Brennstoffen hin zu Erneuerbaren Energien
– Eine Haushaltskasse anlegen und dein Haushaltsgeld nach dem Gehalt- / Lohn- Zahlungseingang vom Bankkonto abheben
– Einkäufe möglichst in bar zahlen
– Talenttauschringe, Zeitkonten o.a. nutzen
– Rechtsstreitigkeiten vermeiden und Rechtsschutzversicherung kündigen
– Lebensversicherung kündigen
– Fair für erhaltene Leistungen zahlen
– Sich über Ressourcenbasierte Wirtschaft informieren: http://www.ressourcenbasiertewirtschaft.de/
– Open Source-Produkte wie z.B.Firefox, Opera, Linux/Ubuntu, LibreOffice/OpenOffice benutzen
– Probleme zwischenmenschlich lösen und nicht mit Geld
– Aus innerer Motivation statt aus äußerem Zwang handeln
– Fremden Menschen ein Lächeln schenken
– Frieden mit sich selbst machen
– Sich mit den Konzepten der Transition Town-Gruppen wie Gemeinschaftsgärten, alternative Energien, Re-Skilling, beschäftigen, eben alles was zu einem grundlegenden Wandel gehört(http://www.youtube.com/watch? v=f\J-PnOfOLMgg)
– Viele weitere Anregungen gibt es auch noch auf http://www.utopia.de/
– Mehr Zivilcourage an den Tag legen und die Mitmenschen zu zivilcouragiertem Handeln animieren
Über Zivilcourage:
„Dem Politikwissenschaftler Gerd Meyervon der Eberhard Karls Universität Tübingen zufolge ist„Zivilcourage“ (oder gleichbedeutend sozialer Mut) ein bestimmter Typus sozial verantwortlichen Handelns, keine Eigenschaft einer Person. Zivilcouragiertes Handeln geschieht in Situationen, in denen zentrale Wertüberzeugungen und soziale Normen (z. B. Menschenwürde, Menschenrechte, Gerechtigkeit, friedlicher Konfliktaustrag unter Bürgern) oder die physische oder psychische Integrität einer Person verletzt werden. Zivilcouragiert handelt, wer bereit ist, trotz drohender Nachteile für die eigene Person, als Einzelner (seltener als Mitglied einer Gruppe) einzutreten für die Wahrung humaner und demokratischer Werte, für die Integrität und die legitimen, kollektiven, primär nicht-materiellen Interessen vor allem anderer Personen, aber auch des Handelnden selbst.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Zivilcourage#Aktuelles_Verst.C3.A4ndnis)

Am Anfang mag es scheinen, als wären die „guten“ Dinge die man tut verhältnismäßig klein verglichen mit den Problemen denen man sich gegenüber sieht. Aber das ist eigentlich eine Illusion, denn die Dinge, die man ändert sind wie Samen, die man sät und die mit der Zeit wachsen, Blütenausbilden und Früchte tragen. So haben auch viele Dinge eine Ausstrahlwirkung, das erkennt man meistens erst später oder vielleicht auch gar nicht. Es geht auch darum, was sich in einem selbst verändert wenn man aktiv wird und die Dinge selbst in die Hand nimmt.
Und außerdem: Viele der Probleme, die wir lösen wollen, stehen uns allen gemeinsam gegenüber. Nimmt man alle Taten zusammen, die wir Menschen den Problemen entgegenstellen, dann wirken die Taten plötzlich gar nicht mehr so klein und die Probleme nicht mehr so groß.
Die gesamte Welt, welcher wir uns gegenübersehen, ist ein Produkt aus Milliarden menschlicher Handlungen. Was wir bewirken können, ist unseren Beitrag zu diesem Produkt bewusst zu steuern.
Danke für deinen Beitrag um die Welt ein wenig besser zu machen!
Anmnerkung:
Diese Liste wurde nach Vorbild von Ben Holland und Inspiration der Can-Do-Liste (https://www.facebook.com/groups/246075308919762/)zusammengestellt.

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3 Kommentare zu “Man kann ja doch nichts tun, oder?

  1. Eine gute Idee, auf Nachhaltigkeit zu achten. Für radfahrende Menschen gibt es eine Pflichtlektüre: Christian Kuhtz‘ Hefte zu Fahrradreparatur und anderem.
    http://www.einfaelle-statt-abfaelle.de/
    http://www.amazon.de/Rad-kaputt-Reparaturen-Rahmenbruch-unterwegs/dp/3924038341
    Er ist auch auf wordpress zu finden.

    Thomas Bürger ist Betreiber von REBICYCLE in Frankfurt/M. mit Ausrichtung auf Nachhaltigkeit.
    Dort werden gebrauchte Fahrradteile instand gesetzt und recycelt.

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    • Lieber Moke,

      Danke für deine weiterführenden Links und Hinweise. Darüber bin ich sogar zum Selbstversorgerforum gelangt, aber bis zum Selbstversorger ist der Weg noch weit…

      Liebe Grüße von Michelle

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  2. Pingback: Man kann ja doch nichts tun, oder? | Verschiedenes

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